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  Islamistischer Terror

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Nach dem Terroranschlag in New York mit acht Toten und elf Schwerverletzten will US-Präsident Trump die Einreisebestimmungen verschärfen und die Greencard-Verlosung abschaffen. Für den geständigen Täter forderte er die Todesstrafe. Kommentatoren werfen dem Präsidenten Doppelmoral vor und fürchten, dass sich Terror durch Einzeltäter kaum verhindern lässt.

Bei einem Selbstmordattentat vor der Hagia Sophia in Istanbul sind am Dienstag mindestens zehn Menschen gestorben, die meisten von ihnen Touristen. Die Regierung macht die IS-Miliz dafür verantwortlich. Europas Presse diskutiert mögliche Ursachen und Folgen des Anschlags.

Nach den Terroranschlägen in Paris laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Frankreichs Luftwaffe griff unterdessen Stellungen der IS-Terrormiliz in Syrien an, wo die Attentate Regierungsangaben zufolge geplant worden seien. Mehr Überwachung und eine viel entschlossenere Militärintervention sind nun nötig, meinen einige Kommentatoren. Andere bezweifeln, dass ein Krieg gegen die radikalislamische Ideologie zu gewinnen ist.

In Brüssel steht das öffentliche Leben nach der Verhängung der höchsten Terrorwarnstufe den dritten Tag in Folge still. Bei Razzien am Sonntagabend nahm die Polizei 16 Menschen fest. Die belgische Regierung tut das Richtige, indem sie auf Nummer sicher geht, meinen einige Kommentatoren. Andere bedauern, dass die Terroristen ihr Ziel erreicht haben, weil Angst und Panik die Überhand gewinnen.

Spezialkräfte haben bei Großeinsätzen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek mehrere Verdächtige festgenommen. Eine Spur der Attentäter von Paris führt in das Viertel, das als Zentrum von Islamisten gilt. Einige Kommentatoren drängen auf ein hartes Vorgehen gegen jene Milieus, die junge Menschen in Mordmaschinen verwandeln. Andere fordern von Muslimen, sich stärker von radikalen Ideologien zu distanzieren.

Die Ursache des Absturzes des russischen Flugzeugs über dem Sinai ist laut britischer Regierung sehr wahrscheinlich eine Bombe gewesen. Während die USA dies auch für möglich halten, weist Russland diese Einschätzung zurück. So werden die Toten auch noch zu Opfern einer Propagandaschlacht der beiden Mächte, empören sich einige Kommentatoren. Andere spekulieren über die Folgen, sollte sich die Theorie eines IS-Anschlags bestätigen.

Bei einer Terrorattacke auf das Satiremagazin Charlie Hebdo sind am Mittwoch in Paris zwölf Menschen gestorben, vier andere schweben in Lebensgefahr. Die mutmaßlich islamistisch motivierte Tat wird den Hass auf Europas Muslime befeuern, fürchten einige Kommentatoren. Andere mahnen, einen kritischen und satirischen Blick auf den Islam beizubehalten.