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  Macron im Elysée

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Ein deutlicher Dämpfer für den französischen Präsidenten: Laut Juli-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop sind nur noch 54 Prozent der Franzosen mit seiner Amtsführung zufrieden - zehn Prozent weniger als vor einem Monat. So schnell hatte bisher nur Jacques Chirac 1995 an Zustimmung verloren. Sollte der Präsident über einen Kurswechsel nachdenken?

Im Streit um Macrons Sparpläne für die Armee ist Frankreichs Generalstabschef Pierre de Villiers zurückgetreten. Er sieht die Sicherheit des Landes in Gefahr und hatte die geplanten Einsparungen in Höhe von 850 Millionen Euro scharf kritisiert - woraufhin Macron in einer Ansprache vor ranghohen Militärs "Pflichtbewusstsein und Zurückhaltung" forderte. Für die Presse ein höchst aufschlussreicher Machtkampf.

Im Schloss von Versailles hat Frankreichs Präsident Macron vor beiden Kammern des Parlaments für einen "radikal neuen Weg" in der Politik geworben. Unter anderem will er das Wahlrecht reformieren, die Zahl der Parlamentarier verringern und den 2015 verhängten Ausnahmezustand aufheben. In der Presse stoßen Inszenierung und Inhalte der Grundsatzrede auf sehr geteiltes Echo.

Frankreichs neue Regierung macht sich an eines der wichtigsten Projekte von Präsident Macron: die Reform des Arbeitsrechts. Durchsetzen will sie unter anderem flexiblere Arbeitsverträge und eine vereinfachte betriebliche Mitbestimmung. Steuert Macron in die richtige Richtung?

Innerhalb von 24 Stunden haben vier französische Minister das Kabinett verlassen. Drei von ihnen sollen Mitarbeiter aus dem EU-Parlament für Partei-Aufgaben eingesetzt zu haben, dem Macron-Vertrauten Ferrand von der LREM wird Vetternwirtschaft vorgeworfen. Am Mittwoch verkündete Macron ihre Nachfolger. Vorverurteilungen und der moralische Zeigefinger sind unangebracht, kritisiert Frankreichs Presse.

Komfortable Ausgangsbasis für die Partei von Präsident Emmanuel Macron: La République en Marche und ihr Partner MoDem verfügen über 350 von 577 Sitzen in der Nationalversammlung. Angesichts dessen werfen Kommentatoren die Frage auf, mit welchen Risiken diese Machtfülle verbunden ist und wer gegenüber der neuen französischen Regierung eine Kontrollfunktion einnehmen kann.

"Wir wollen keine Mehrheit, um uns ein ruhiges Leben zu machen, sondern um zu reformieren" - mit dieser Erklärung positioniert sich La République en Marche vor der zweiten Runde der Parlamentswahl. Rechnerisch ist der Partei von Präsident Macron die absolute Mehrheit kaum mehr zu nehmen. Kommentatoren analysieren, welche Umwälzungen Frankreich erlebt und bemühen dabei Vergleiche mit der Geschichte.

Nach dem klaren Wahlsieg Emmanuel Macrons über Marine Le Pen dominiert in Europas Presse die Erleichterung – in die sich allerdings Zweifel mischen angesichts der immensen Aufgaben, die auf Frankreichs neuen Präsidenten warten. Kann Macron die Erwartungen erfüllen? Und hat er das richtige Rezept, um dringende Reformen endlich durchzusetzen?

Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron setzt auf eine Reform der EU und will unter anderem ein bürgernäheres Europa und eine Stärkung der Eurozone inklusive eigenem Wirtschaftsminister sowie Eurobonds. Viele Kommentatoren trauen Macron durchaus zu, eine grundlegende Reform der Union einzuleiten, andere zeigen sich skeptischer und erkennen bereits Widerstand aus Berlin.

Die Erwartungen an das deutsch-französische Duo bleiben hoch: Nach dem Sommergipfel der EU erklären Europas Kommentatoren erneut, dass Merkel und Macron die Union reformieren und damit vor ihrem Zerfall bewahren könnten. Diese Hoffnung äußerten sie bereits nach Macrons Antrittsbesuch in Berlin. Nun, da die beiden Politiker in Brüssel demonstrativ als Partner auftraten, wird sie neu genährt.

Frankreichs neuer Präsident Macron hat am Montag Edouard Philippe zum Premier ernannt. Der bisher wenig bekannte Bürgermeister von Le Havre ist zwar Mitglied der konservativen Republikaner, besuchte aber wie Macron die Kaderschmiede der französischen Politelite ENA und soll dem Präsidenten intellektuell nahestehen. Kommentatoren nehmen die Personalie kritisch unter die Lupe.