(© picture-alliance/dpa)

  Zukunft der Mobilität

  5 Debatten

Der Berliner Diesel-Gipfel von Politik und Autobauern ist mit einem Ergebnis zu Ende gegangen, das besonders Verbraucherschützer als mager kritisieren. Die Autobauer, die über Jahre Abgaswerte manipulierten, sollen nur die Software und nicht die Hardware ihrer Fahrzeuge nachrüsten. Es wird nun mal keine Auto-Revolution in Deutschland geben, bemerken Kommentatoren und betonen, dass nicht nur die Hersteller, sondern auch die einzelnen Fahrer Schuld an der Umweltverschmutzung tragen.

Frankreichs neuer Umweltminister Hulot will den Verkauf von Autos mit Diesel- und Benzinverbrauch bis 2040 einstellen. So soll das Land seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen. Die Medien diskutieren, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Volvo gibt die Richtung vor: Ab 2019 sollen alle neuen Modelle des schwedisch-chinesischen Autobauers mit Hybrid- oder Elektroantrieb fahren. Europas Kommentatoren diskutieren, ob Elektroautos wirklich die Zukunft sind.

Ein Land nach dem anderen wirft Diesel- und Benzinmotoren auf den Schrotthaufen der Geschichte: Paris, Madrid, Athen und Helsinki wollen sich bis 2025 davon verabschieden, London plant ein Verbot von deren Produktion ab 2040. In Deutschland hat der Kartellverdacht gegen Autobauer die Debatte weiter angefacht. Doch Kommentatoren halten Verbote aus unterschiedlichen Gründen für unangebracht.

Nicht erst die Dieselskandale und drohende Fahrverbote in mehreren Städten lassen europaweit den Druck anwachsen, einen Plan gegen Luftverschmutzung und für saubere Mobilität zu finden. Wie das gelingen kann, loten Europas Kommentatoren aus.