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Die Kapitalismuskritikerin Naomi Klein kommentiert in der Tageszeitung La Vanguardia die Rettungsaktionen, mit denen die internationale Finanzkrise eingedämmt werden soll: "Was auch immer die Bedeutung der Vorgänge der vergangenen Woche sein mag, sollte niemand an die übertriebenen Aussagen glauben, dass die Krise der Märkte den Tod des freien Marktes nach sich zieht. ... In Phasen des Aufschwungs ist es eben nützlich, das Laissez-faire zu predigen, da ein fast abwesender Staat das Wachsen der Spekulationsblasen zulässt. Platzen die Blasen, wird diese Ideologie zur Falle und wird auf Eis gelegt, während die 'große Regierung' zu Hilfe eilt. Aber dass sich niemand täuscht: Die Ideologie wird wieder hervorgeholt, sobald die Rettungsaktion abgeschlossen ist. Die astronomischen Schulden, die die Bürger anhäufen, um die Spekulanten aus dem Schlamassel zu ziehen, werden sich größtenteils in eine Haushaltskrise verwandeln, die als Vorwand für Kürzungen des Sozialstaats dienen werden. Und man wird uns auch sagen, dass unsere Hoffnungen auf eine grüne Zukunft leider zu viel Geld kosten. Wir wissen [allerdings] nicht, wie die öffentliche Meinung darauf reagieren wird."
» weiterführende Informationen (externer Link, spanisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Finanzmärkte, » Global Alle verfügbaren Texte von » Naomi Klein
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 25. September 2008
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