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Heute jährt sich zum 70. Mal der Abschluss des Münchner Abkommens, in dem Großbritannien und Frankreich Adolf Hitler die Annexion des Sudetenlandes gestatteten, um somit vermeintlich den Frieden in Europa zu bewahren. Die Tschechoslowakei wurde seinerzeit von den Verhandlungen ausgeschlossen und empfindet die damalige "Appeasement-Politik" Londons und Paris' bis heute als Verrat. Die liberale Sme hält die Debatten darüber, ob sich Prag damals hätte militärisch gegen Hitlerdeutschland wehren sollen, für müßig: "Hitler hätte vielleicht ein paar Monate für die Aufrüstung und Vorbereitung des Krieges verloren. Die europäischen Demokratien unterschätzten die Bedrohung völlig. München ist eine Warnung, dass man [für diese Bedrohung] mit dem Ende der Zivilisation bezahlen hätte können. ... Die heutigen tschechischen Debatten führen zu nichts. Man sollte den 70. Jahrestag von München eher als beste Reklame für das US-Radar in Tschechien nutzen. [Das Radar soll Teil des US-Raketenschirms werden.] Man muss einer aggressiven Macht entgegen stehen, bevor sie die ganze Welt bedrohen kann."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Geschichte, » Tschechien Alle verfügbaren Texte von » Peter Schutz
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 29. September 2008
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