Der französische Karikaturist Plantu wird am 16. Oktober im Hauptquartier der Uno ein Seminar abhalten, das sich mit der Verantwortung der Pressezeichner beschäftigt. In einem Interview mit Dominique Simonnet erklärt er seine Auffassung von Meinungsfreiheit. "Die Zeichner müssen klug genug sein, durch Verbote hindurchzuschlüpfen, Bilder anzubieten, die auf keinen Fall fade, sondern provokant sein sollten, aber im ständigen Bewusstsein, dass sie von Fanatikern manipuliert werden können... Ich bekenne mich zur Selbstzensur!... Für mich ist der Karikaturist nicht nur ein Künstler, sondern auch ein Journalist, der in Bildern spricht... Vor diesem Hintergrund muss ich mir über meine Verantwortung klar werden, über die Art und Weise, wie meine Zeichnungen in Beirut oder Jerusalem aufgenommen werden. Das Internet bewirkt, dass jede Zeichnung gedeutet und weiterverwendet wird. Es bringt nichts, Menschen zu demütigen oder im Namen hehrer Prinzipien Gewalt zu provozieren." (12.10.2006)
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Bildende Kunst, » Printmedien, » Global