Heute entscheiden die Mitglieder der Sozialistischen Partei Frankreichs, wer ihre Partei als Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2007 vertreten wird. Der Weg zu dieser Entscheidung, meint die Zeitung, sei "ein bisschen so gewesen, als sei man in einer muffigen Provinzbar auf eine alte Jukebox gestoßen. Die Melodien kennt man alle, es rauscht ein bisschen, und man bekommt eine unbestimmte Sehnsucht... Laurent Fabius, der ehemalige Premier und alternde Rockstar der Sozialisten, hat ein paar Headbanging-Songs aus den 70er Jahren ausgegraben: Wiederverstaatlichung halb-privatisierter Staatsbetriebe, höhere öffentliche Ausgaben und weit höhere Mindestlöhne. Dominique Strauss-Kahn, der ehemalige Finanzminister, war in den 1980er Jahren ein softer Schnulzensänger und versucht nun, die Parteimitglieder mit süßen sozialdemokratischen Reden und seinen sich immer in Bewegung befindenden Augenbrauen zu umwerben. Und Ségolène Royal, die beliebte Präsidentin der Region Poitou-Charantes, hat den Leuten mit ihren sacharinhaltigen Liebesliedern aus den 90er Jahren ein Ständchen gebracht, das von sozialer Gerechtigkeit und partizipativer Demokratie handelt." (16.11.2006)
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