Papst Benedikt XVI. hat die "Hostie auf der Zunge" wieder eingeführt, beim Abendmahl darf die Hostie nun nicht mehr in die Hand der Gläubigen gelegt werden. Dies sei "mehr als symbolisch" für die Entwicklung der römisch-katholischen Kirche, schreibt die Tageszeitung De Morgen: "Natürlich kann man sagen: 'So what?' Wen schert das schon, ob Katholiken die Hostie in die Hand nehmen, oder das Ding, wenn es sein muss, einmachen oder frittieren? Doch es ist wichtig für jeden, der glaubt, dass eine moderne, multikulturelle Demokratie nur eine Zukunft hat, wenn die Gesellschaft verschiedenen Überzeugungen und Religionen so viel Raum wie möglich geben kann. ... Benedikt XVI. ist dabei eine Kirche zu schaffen, die mit dem Rücken zur Gesellschaft steht, die die Welt wieder auf die Knie zwingt, auf lateinische Befehle hörend, die man nicht verstehen aber akzeptieren muss, einfach nur weil sie vom Papst kommen. Also von Gott. Gut, man wird wieder gebeten, der Autorität die Zunge auszustrecken, auch das auf Befehl. Das einzige, was man hinterher noch sagen darf, ist Amen." (16.06.2008)
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