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500 Seiten seiner Geheimdienst-Akte hat der frühere polnische Präsident und Arbeiterführer Lech Wałęsa am Sonntag auf einer eigenen Homepage veröffentlicht. Seit zwei Jahren erhält er die Dokumente vom Institut für nationales Gedenken (IPN). 70 Bände hatte der frühere polnische Geheimdienst über Wałęsa gesammelt, die wichtigsten von August 1980 wurden jedoch vernichtet. Im Interview mit Krzysztof Katka erklärt Wałęsa seinen Schritt: "Ich schließe meine Augen und werfe die Papiere in die Welt – die Menschen sollen sie lesen und bewerten… Ich will endlich kapieren, warum mein Sieg möglich war. Hat mir ein Engel oder der Teufel geholfen?" Eine Liste mit den etwa 1000 Geheimdienstmitarbeitern, die Wałęsa bespitzelten, will er zunächst nicht veröffentlichen, "weil jeder Fall anders ist. Ich habe nicht die Kraft, sie zu attakieren, sie zu verletzen. Ich riskiere natürlich den Vorwurf, dass ich sie schone, aber was kann ich schon tun. In dieser Liste sind auch Priester und sogar ein Bischof ist dabei."
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» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 12. Juni 2007
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