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Die Debatte um den Wiedereinstieg in die Atomenergie kommentiert der deutsche Soziologe Ulrich Beck in der Tageszeitung El País: "Es beginnt eine ulkige und gleichzeitig schreckliche Realsatire. Ihr Motiv lautet: Die Klimakatastrophe und die Ölkrise lassen die Gefahren der Atomkraft verschwinden. ... Die Akteure, die für Sicherheit und Rationalität bürgen müssen (Staat, Wissenschaft, Industrie) sind jetzt in einer zwiespältigen Rolle. Sie sind keine Aufseher mehr, sondern Verdächtige; keine Risikoverwalter mehr, sondern für dasselbe verantwortlich. Sie fordern die Bevölkerung dazu auf, ein Flugzeug zu besteigen, für das es noch keine Landebahn gibt. ... Was wäre, wenn Radioaktivität jucken würde? ... Gewiss kämen schnell Erklärungen auf, wonach der Juckreiz ... möglicherweise eher mit anderen Phänomenen als mit Radioaktivität zusammenhänge, aber nicht schädlich sei. Es ist anzunehmen, dass derlei Erklärungen keine guten Überlebenschancen hätten, wenn die Menschen ... permanent an ihrer gereizten Haut herumkratzen müssten. Damit stünden Politik und Gesellschaft in einer völlig neuen Beziehung zu den großen modernen Risiken: Es wäre kulturell erfahrbar, worüber gestritten und verhandelt wird."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gesundheit, » Umwelt, » Energie, » Soziale Bewegungen, » Europa, » USA, » Global Alle verfügbaren Texte von » Ulrich Beck
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 16. Juli 2008
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