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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 20. März 2006

Feridun Zaimoglus "Schwarze Jungfrauen"

Peter Laudenbach berichtet von der Berliner Uraufführung des Theaterstücks "Schwarze Jungfrauen", das auf Interviews basiert, die der türkisch-deutsche Autor Feridun Zaimoglu mit "gläubigen Neo-Musliminnen" in Deutschland geführt hat: "Neben der hedonistischen Fundamentalistin, deren Hass auf die westliche Moderne ein Produkt eben dieser Moderne ist, begegnen wir einer Bosnierin, die gleichermaßen vom Dschihad und von der großen Liebe träumt, einer zum Islam konvertierten, verstört wirkenden Deutschen und einer Querschnittsgelähmten, die sich selbst verachtet, weil sie kein 'Vollkraftmensch' ist. Mit Allah hadert sie, weil sie ab und zu Oralsex mit ihrem Pfleger hat. Am beunruhigendsten für die Multi-Kulti-Fraktion wie für den deutschnationalen Stammtisch dürfte die Intellektuelle sein, die Osama bin Laden als 'Jahrhunderthelden' verehrt. Sie studiert Jura, um mit ihrem Wissen dem heiligen Krieg in Europa zu dienen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 20. März 2006

 

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