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Die Welt am Sonntag begrüßt den geplanten Umzug des renommierten deutschen Suhrkamp Verlags von Frankfurt am Main nach Berlin. Die Hauptstadt bekomme geistige Substanz: "Berlins geschichtsträchtige Kulisse übt auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung einen Sog auf das Kulturvolk aus der ganzen Welt aus. Sich diesem Trend nicht zu verschließen und die Hermetik des Verlags dafür zu opfern, war mutig von der oft angefeindeten Verlegerin [Ulla Unseld-Berkéwicz]. Es ist ein Schritt auf eine glitzernd lackierte, überpopuläre Kulisse zu, die sich nach authentischen Akteuren sehnt. Im vernarbten Berlin hat sich die Verlegerin - so ist zu hören - einen Ort ausgesucht, der gut in die Traditionslinie des Verlags passt: Das Nicolaihaus, 1670 errichtet, war über Jahrhunderte ein Ort der Begegnung von aufklärerischen Geistesgrößen wie Schadow und Schinkel. Links daneben steht ein heruntergekommener Plattenbau aus der DDR: für einen Verlag, der Realisten wie Dekonstruktivisten, Bürgerlichstes wie Hochkommunistisches verlegt, ein trefflicher Parcours."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Literatur, » Verlage, » Deutschland Alle verfügbaren Texte von » Ulf Poschardt
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 9. Februar 2009
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