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Elsevier - Niederlande | Dienstag, 31. März 2009

Welche Konzessionen müssen Alliierte in Afghanistan machen?

Das rechtsliberale Wochenblatt Elsevier ist skeptisch gegenüber der neuen US-Strategie, die auf der internationalen Afghanistankonferenz in Den Haag vorgestellt werden soll. "Was im Irak funktionierte - mehr amerikanische Truppen und Zusammenarbeit mit radikalen Muslimgruppen, die die Nase von Al-Qaida voll hatten - muss in Afghanistan nicht auch wirken. Afghanistan ist ein Wüstenmosaik von fundamentalistischen, kriminellen und halb gebildeten Kriegsherren. Alle können sie das 'demokratische' und korrupte Regime in Kabul auf den Tod nicht ausstehen. Afghanistan ist in vielerlei Hinsicht ein misslungener Staat. Die Russen und nach 2001 die Amerikaner haben vergeblich versucht, das Land aus der feudalistischen in die moderne Zeit zu bombardieren. ... Nun drängt sich die Frage auf, welche Konzessionen die Alliierten machen müssen. Dass die Schulen für Mädchen wieder geschlossen werden? Dass die Heroinproduktion weitergehen darf? Dass Bauernsöhne gezwungen werden, in den Milizen zu dienen? Vereinbarungen mit den Taliban drohen die Glaubwürdigkeit des westlichen Auftretens zu untergraben."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 31. März 2009

 

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