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Der Spiegel - Deutschland | Montag, 26. Oktober 2009

Kungelei vor dem EU-Gipfel

Vor dem EU-Gipfel am 29. und 30. Oktober in Brüssel haben sich die Diskussionen um das neue Kollegium der Europäischen Kommission verstärkt. Das politische Wochenmagazin Der Spiegel fragt, ob nach Abschluss des Reformwerks ein neues europäisches Zeitalter mit mehr Demokratie und mehr Transparenz anbreche: "Macher, Problemlöser, die klügsten Köpfe wären jetzt gefragt. Aber genau daran sind Europas mächtige Staats- und Regierungschefs wenig interessiert. ... Das taktische Finassieren der nationalen Führer verhindert ein stärkeres Europa. Die Suche nach dem neuen Führungspersonal ist ein gutes Beispiel. Denn die Spitzenpositionen für die schöne neue EU-Welt werden schon wieder nach altem Muster ausgehandelt: Stützt du meinen Kandidaten, helf ich deinem, und gemeinsam schlachten wir die Konkurrenz. Gefährlich kluge, allzu mutige oder gar populäre Kandidaten werden gewöhnlich als Erste aussortiert. Vor allem die Regenten der großen Mitgliedsländer haben kein Interesse an möglicher Konkurrenz in Brüssel. Sie wollen dort Leute wie [EU-Kommissionspräsident Jose Manuel] Barroso - farblos, visionsarm, Mittelmaß und deshalb gefügig."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 26. Oktober 2009

 

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