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Dem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Franz Josef Jung wird vorgeworfen, Informationen über zivile Opfer bei einem Luftangriff bei der afghanischen Stadt Kundus verschwiegen zu haben. Dies bedeutet einen immensen Vertrauensverlust, schreibt die Tageszeitung Der Tagesspiegel: "Mehr als 8200 Soldatinnen und Soldaten befinden sich im Auslandseinsatz. ... Und sie machen - wie wir alle - auch Fehler. Das ist in einem Krieg bitter, weil davon oft die Falschen betroffen sind. Aber die traurige Wahrheit ist: Zivile Opfer werden sich nie ganz vermeiden lassen. Sie zu verschweigen, ist die nächste Katastrophe. In einer Welt, in der aus allen Winkeln der Erde quasi im Sekundentakt live berichtet wird, in der sich beinahe jede Information im Internet recherchieren lässt, muss es heißen: Das sind die Fakten, die wir kennen. Und das sind die Konsequenzen, die wir daraus ziehen. ... Was im Kampf am Hindukusch für die Soldaten überlebensnotwendige Taktik sein kann, hat in der Heimat jetzt zu schweren Verlusten geführt. Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind erschüttert."
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» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 27. November 2009
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