Die Politik in Italien hat Selbstmord begangen, schreibt Filippo Rossi im Web-Magazin Fare Futuro: "Die Politik hat sich umgebracht, weil sie nicht mehr an ihre Rolle, an ihre Funktion glaubt. Sie hat sich den goldenen Schuss gesetzt mit ihrer partei- und institutionsfeindlichen Haltung, sich mit Pillen der Perspektivlosigkeit vollgestopft, sich mit dem Strick des Misstrauen erhängt, sich mit einer Kugel aus reinem Zynismus erschossen. Und so ist das, was heute als Politik ausgegeben wird, nichts weiter als ein Ektoplasma dessen, was die Politik sein sollte, ein Avatar, der andere Interessen verfolgt als diejenigen, die mit dem Wohl der Gemeinschaft zu tun haben. ... Die Politik ist auf dem Altar der falschen Zugehörigkeiten, der leeren Rhetorik, der Parteiinteressen und einer fehlenden Utopie geopfert worden. Sie hat im Namen der Bürokratie, der politischen Strömungen, der Kandidaturen, der Karrieren Selbstmord begangen. Sie hat sich selbst und den wahren Grund ihrer Existenzberechtigung, den kollektiven Roman der Zukunft zu schreiben, vergessen." (03.02.2010)
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