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Archiv / Magazin / Aktuell / Der Gas-Streit / Fakten | 05.02.2009
Am Gashahn
Der Energieverbrauch der 27 EU-Mitgliedstaaten hat von 1995 bis 2005 um 9,7 Prozent zugenommen. Neben Öl ist Gas eine der wichtigsten Energiequellen der EU, so dass der Gasimport im selben Zeitraum jährlich um 6 Prozent anstieg. Wie abhängig ist die EU von fremdem Gas?
Wie hat sich die Abhängigkeit der EU von Gasimporten zwischen 1995 und 2005 entwickelt?
Die EU-Mitgliedstaaten importieren etwa die Hälfte der Energie, die sie benötigen. Besonders abhängig ist die EU von Öl - hier importiert sie 82 Prozent ihres Bedarfs - und von Gas, hier importiert sie 58 Prozent ihres Bedarfs. Dieser Trend wird sich laut Eurostat-Vorhersagen in den nächsten Dekaden fortsetzen.
Im Jahr 2005 lag die Energieabhängigkeit für Gas der 27 EU-Mitgliedstaaten bei 57,7 Prozent. Das bedeutet: 57,7 Prozent der von allen EU-Mitgliedstaaten benötigten Gasmenge, die sich durch den Gesamtverbrauch aller Mitgliedstaaten und das Anlegen von nationalen Gasvorräten zusammensetzt, mussten importiert werden. Damit stieg die Gas-Abhängigkeit der EU seit 1995 um 14,1 Prozent. Während die Gasgewinnung in den 27 EU-Mitgliedstaaten gleich blieb, verbrauchten die EU-27 ein Drittel mehr Gas als noch 1995, wodurch die Importmenge und damit auch die Gas-Abhängigkeit weiter zugenommen haben.
Die drei wichtigsten Importländer für Gas - Deutschland, Italien und Frankreich - haben ihren Gasimport im Vergleich zu 1995 um 53 Prozent erhöht. Die Niederlande und Dänemark sind die einzigen Länder der EU, die Gas exportieren. Die Mehrzahl der EU-Länder ist zu über 80 Prozent von Gasimporten abhängig.
Original in Deutsch
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