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Der Feuilletonist Uwe Justus Wenzel denkt anlässlich des Papst-Besuches in der Türkei noch einmal über das Verhältnis von Glauben und Vernunft nach, das Benedikt XVI. in seiner umstrittenen Regensburger Vorlesung problematisiert hatte. "Ins Auge sticht aus einigem Abstand, dass Benedikt den Protestantismus derselben Verfehlung zeiht, die er - durch den Mund des byzantinischen Kaisers Manuel - den Anhängern Mohammeds vorhält: Religion und Vernunft auseinanderzureißen. Die Folge im einen, im islamischen Fall, so legt der Redetext nahe, sei das Schwert, mit dem der vermeintlich rechte Glaube verbreitet werde; im anderen Fall sei es der Subjektivismus des Gewissens, die 'Beliebigkeit' des individuellen Gottesverhältnisses, die dem Relativismus des modernen Lebens kaum noch etwas - jedenfalls keine 'gemeinschaftsbildende Kraft' mehr - entgegenzusetzen habe. Protestantismus und Islamismus als zwei Seiten derselben Medaille? Das wäre wohl eine Zuspitzung des Gedankens, aber es wäre noch derselbe Gedanke."
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» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 29. November 2006
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