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Die Süddeutsche Zeitung analysiert die Führungskrise der Labour-Partei. "Noch einmal wird sich die Partei hinter Brown scharen, wenn auch zähneknirschend. Das liegt weniger an seiner Person, als an den Umständen: Seine innerparteilichen Gegner sind sich nur einig, dass er gehen soll - dann scheiden sich die Geister. Die einen wollen ihn sofort, die anderen erst später stürzen. ... Totale Konfusion herrscht bei der Frage, wer Brown ersetzen soll. An Bewerbern mangelt es nicht, dafür an breiter Zustimmung zu ihnen. Beim Wähler würden alle noch schlechter abschneiden als der Amtsinhaber - mit einer Ausnahme: Ex-Premier Tony Blair. ... Browns Kamarilla verfolgt bislang eine Hinhaltetaktik: dem Premierminister soll immer wieder eine neue Chance gegeben werden. Zaghaft trippelnd käme man im Juni 2010 an, wenn definitiv gewählt werden muss. Dann freilich würde Labour - gemessen an der gegenwärtigen Lage und an der Grausamkeit des Mehrheitswahlrechts - die Auslöschung als politische Kraft drohen. ... In Großbritannien gibt es einen Politiker, der dieses Szenario begrüßt: Tory-Führer David Cameron. Ein verbrauchter Brown ist ihm lieber als ein frisch gekürter Nachfolger."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Großbritannien Alle verfügbaren Texte von » Wolfgang Koydl
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 22. September 2008
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