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Der langjährige Direktor des Pressebüros des Vatikans, Joaquin Navarro-Valls, unterstreicht in seinem Kommentar die Bedeutung der Religionsfreiheit, die die Kundgebungen der Muslime in Italien aus Protest gegen Israels Einmarsch in den Gazastreifen legitimiert. "Die Nutzung des öffentlichen Gebets für politische Zwecke darf nicht mit der Verquickung von Religion und Terrorismus gleichgesetzt werden. Im Gegenteil: Die Präsenz eines eindeutig religiösen Anliegens, das heißt der Wunsch, eine politische und kulturelle Identität im traditionellen Glauben zu suchen, ist kein Vorposten des Terrorismus, sondern sein wirksamstes Gegenmittel. ... Es ist außerordentlich wichtig, dass wir uns bewusst werden, dass die Freiheit, auf die wir in Europa so stolz sind - eine Freiheit, die wir politisch und gesetzlich noch in nur wenigen anderen Kontinenten gewährleistet sehen - immer und ausschließlich auf der Religionsfreiheit der anderen basiert. ... Zu sehen, dass in Italien Moslems gestattet wird, vor den Kathedralen den Islam zu praktizieren, wird sicherlich das Bewusstsein vieler Moslems anregen, die gleichen Rechte den christlichen und jüdischen Minderheiten einzuräumen."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Religion, » Migration, » Italien, » Global Alle verfügbaren Texte von » Joaquin Navarro-Valls
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 7. Januar 2009
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