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Jyllands-Posten - Dänemark | Donnerstag, 29. Juli 2010

Wikileaks ist gut für offene Gesellschaft

Der Gründer der Internetseite Wikileaks, Julian Assange, hat Kritik zurückgewiesen, wonach die Veröffentlichung von US-Geheimakten afghanische Informanten gefährdet. Auch die konservative Tageszeitung Jyllands-Posten plädiert für einen sorgsamen Umgang mit dem Material und empfiehlt, sich über die "Möglichkeiten zu freuen, die Wikileaks jenen bietet, die an eine transparente, offene Gesellschaft glauben. Im vergangenen Jahr stand Wikileaks hinter der Veröffentlichung Tausender E-Mails von Klimaforschern, die Versuche enthüllten, Informationen zu unterdrücken, die Zweifel an der globalen Erwärmung säten. Wikileaks hat Korruption in Kenia aufgedeckt, Unregelmäßigkeiten in westlichen Banken, einen Öl-Skandal in Peru und die Giftmüll-Verklappung in Afrika. An dem Tag, an dem sich ein Beamter eines Unterdrücker-Regimes über die Verbrechen eines Diktators äußern möchte, wird Wikileaks das selbstverständliche Medium sein. In der Zwischenzeit sollte vielleicht jemand Julian Assange den Unterschied zwischen Journalismus und Aktivismus erklären."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 29. Juli 2010

 

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