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Hassid, Laurent
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sarkozys gefährliche Standpunkte
1905 hat Frankreich die strenge Trennung von Kirche und Staat eingeführt. Doch während des kürzlichen Frankreichbesuchs von Papst Benedikt XVI. hat Präsident Sarkozy einen Krieg der Worte über die Rolle der katholischen Kirche in Frankreich ausgelöst. Laurent Hassid kommentiert: ''... schon im Dezember vergangenen Jahres behauptete Sarkozy Frankreich habe christliche Wurzeln, was zu Kontroversen geführt hat ... doch hat Sarkozy vergessen, dass die Verbindung von Religion und der Republik mit dem Gesetz aus dem Jahr 1905 unvereinbar ist ... aus Sarkozys Aussagen wird deutlich, das er das erwähnte Gesetz nicht nur anders auslegen will, sondern dass er die Christen den Muslimen vorzieht. Dieses Konzept sorgt für eine Klassifizierung der Einwohner Frankreichs in verschiedene Kategorien. ... Sarkozys Aussagen über den Glauben deuten darauf hin, dass er den katholischen Einfluss auf politische Diskussionen wiederaufleben lässt. Indem der Präsident über Glaube und Religion spricht, verbirgt er andere innenpolitische Konflikte."
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Medialer Machtmissbrauch in Frankreich
Frankreichs Staatspräsident Sarkozy hat angekündigt, den Präsidenten der Vereinigung öffentlicher Fernsehanstalten künftig selbst zu ernennen. "Sogar einige Minister der französischen Regierung stehen der Ankündigung skeptisch gegenüber. ... Sarkozys Strategie ist simpel. Er will das öffentliche Fernsehen und dessen 3.000 Beschäftigte schwächen. Der [private] Kanal TF1, der im Besitz von Martin Bouyguesa, einem engen Freund Sarkozys, ist, hat letztes Jahr viele Zuschauer verloren. Indem Sarkozy die Finanzmittel des öffentlichen Fernsehens kürzt, hilft er seinen Freunden [des Privatfernsehens]. ... In einem Land, in dem Politiker und Medien bereits sehr enge Kontakte pflegen, stellt die Änderung im öffentlichen Fernsehen eine Art Machtmissbrauch dar und Frankreich wird sich dem Italien des Medienmoguls Silvio Berlusconi annähern."
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Sloweniens Problem mit den Minderheiten
Laurent Hassid, Forscher an der Universität Bordeaux III, stellt das gute Image Sloweniens in Frage. "Im Laufe der vergangenen Jahre haben die ethnischen Spannungen innerhalb der slowenischen Gesellschaft was die Akzeptanz von Menschen aus anderen Balkanländern angeht zugenommen... Das Problem der 'Ausgelöschten' hat ein hasserfülltes Klima geschaffen, das sich gegen Serben und Kommunisten wendet und zum Sieg der rechten Parteien unter Führung des jetzigen Ministerpräsidenten Janez Janša bei den Parlamentswahlen 2004 beigetragen hat... Slowenien weist zwar einen Lebensstandard und eine politische Entwicklung auf, die sich an Westeuropa orientiert, doch in wichtigen Punkten ähnelt es dem Rest Ex-Jugoslawiens, insbesondere in Bezug auf ethnische Fragen... Da Slowenien jetzt die EU-Ratspräsidentschaft hat, wäre es eine gute Idee, eine ehrliche Debatte über die Integration der Nicht-Slowenen zu beginnen."
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