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Pfeijffer, Ilja Leonard
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
An Hüten und Palästen sparen
Nachdem einige US-Bundesstaaten in der Finanzkrise aus Kostengründen die Abschaffung der Todesstrafe erwägt haben, fragt sich der Kolumnist Ilja Leonard Pfeijfer im NRC Handelsblad, ob man nicht auch das niederländische Königshaus einsparen könne. Dessen Kosten werden zurzeit vom ehemaligen Finanzminister Gerrit Zalm überprüft: "[Die Finanzkrise] verschafft uns ein magisches Argument, um Dinge abzuschaffen. Dinge, die wir immer schon abschaffen wollten, aber die ohne das magische Argument nicht abzuschaffen waren, wie etwa das Königshaus. Ob Zalm bereits mit seiner Rechenaufgabe fertig ist? Aber es ist auch egal, wie viel es genau kostet, denn es kostet sicher viel. All die Paläste, Hüte, Auslandsreisen und [die königliche Jacht] der Groene Draeck. Das kann man doch in diesen Krisenzeiten nicht mehr verantworten, oder? 'Ein Präsident ist ein Trottel in einem Regenmantel', sagt mein Freund immer. Genau. Der kostet auf jeden Fall deutlich weniger. Und was ist holländischer als einen Präsidenten anzustellen, weil es billiger ist?"
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Untergang einer Ideologie
Die internationale Finanzkrise ist ein Zeichen, dass auch der Kapitalismus am Ende ist, schreibt die Tageszeitung NRC Handelsblad: "Die gegenwärtige Finanzkrise ist schon deswegen historisch, weil niemand mehr behaupten kann, dass der unbegrenzte Freihandel automatisch zu einer besseren Welt führt. Auch an das alte liberale Märchen, dass der Markt sich immer selbst korrigiert, kann nicht mehr geglaubt werden. ... Der Nachsommer von 2008 wird in die Geschichte eingehen als der Moment, an dem die letzte politische Ideologie des 20. Jahrhunderts ihren Untergang erlebte. Rund 20 Jahre nachdem der Kommunismus definitiv besiegt schien, erscheint auch der Sieger von damals als Verlierer. Beide Lager des Kalten Krieges haben versagt. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis sich der Bankrott auskristallisiert. Dann wird das 20. Jahrhundert definitiv vorbei sein, genauso wie es bis 1914 dauerte, bis das 19. Jahrhundert vorbei war."
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EU gewinnt in Peking
China ist der absolute Spitzenreiter beim olympischen Medaillenspiegel. Der Schriftsteller Ilja Leonard Pfeijffer bezweifelt in der Tageszeitung NRC Handelsblad, ob das wirklich die neuen globalen Machtverhältnisse zeigt: "In den vergangenen Jahren richtete sich die offizielle chinesische Politik darauf, 2008 in Peking mehr Medaillen zu erobern als die Vereinigten Staaten. Und das wird ihnen gelingen, denn die Amerikaner können den Rückstand nicht mehr gutmachen. ... Ich habe in den vergangenen Tagen viele Analysen gesehen, in denen die unvermeidliche Schlussfolgerung gezogen wurde, dass die globale Machtbalance definitiv nach Asien umgeschlagen ist. ... Bei all diesen Analysen fehlt die Beobachtung, dass alle europäischen Länder in der Wertung als selbstständige Nationen auftreten. Ich habe gezählt und nach meiner Ansicht kommt die Europäische Union zur Zeit auf die schwindelerregende Zahl von rund 200 Medaillen, genauso viel wie China, die USA und Russland zusammen. Das ist erst einmal eine Machtdemonstration."
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