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Trigilia, Carlo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Fehlender Gemeinsinn fördert illegale Tätigkeiten
Schätzung zufolge beläuft sich das Finanzvolumen illegaler Geschäfte in Italien auf jährlich 419,4 Milliarden Euro. Davon sind 250 Milliarden der Steuerhinterziehung und 169,4 Milliarden der kriminellen Wirtschaft zuzurechnen. Das Fehlen eines Gemeinsinns sei nach Meinung der italienischen Finanz- und Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore ausschlaggebend für dieses "traurige Primat: Die irreguläre und noch mehr die kriminelle Wirtschaft setzen einen hohen Vertrauensgrad unter den Teilnehmenden voraus, da die Gefahr besteht, die Aktivität könnte entdeckt werden. Und gerade hier bieten das Netz der verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen ... ein kräftiges Schwungrad. ... Es bildet sich eine fatale Mischung, die von einem historischen Substrat eines großen Mangels an Gemeinsinn ... gefördert wird. Ohne diese soziokulturelle Bereitschaft [auf Gemeinsinn zu verzichten] ... lässt sich der Erfolg der organisierten Kriminalität nicht erklären."
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Protestwelle könnte Arbeitswelt erreichen
Die italienische Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore stellt die Kundgebungen zum G20-Gipfel in London und die Angriffe auf Unternehmer in Frankreich gegenüber: "Der entscheidende Unterschied ist, dass im Falle Frankreichs die Attacken gegen Manager aus der Industrie - nicht aus der Finanzwelt - gerichtet sind, und dass sich von Entlassung betroffene Arbeiter sowie Gewerkschafter beteiligen. ... Die Konflikte in Frankreich sind verglichen mit den Ausschreitungen der Globalisierungsgegner neu und weitaus beunruhigender. ... Es wäre wünschenswert, dass sich die Vertreter der Länder, die in London zum G20-Gipfel versammelt sind, nicht nur um die Demonstranten vor Ort, sondern vor allem um die Welle der Rebellenkonflikte kümmern. Diese könnten - auch durch die kulturelle Globalisierung der Medien - an Arbeitsplätzen ausgelöst werden, sollten die sozialen Auswirkungen der Krise nicht ausreichend Beachtung finden."
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