Bereichsmenü: Dienste
Dienste / Autorenindex
Antonevičs, Māris
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Janukowitsch feilt an seinem Image
Der Sieger der ukrainischen Präsidentschaftswahl Viktor Janukowitsch gilt allgemein als russlandfreundlicher als seine Gegnerin Julia Timoschenko oder sein Vorgänger Viktor Juschtschenko. Die Tageszeitung Latvijas Avīze hinterfragt diese These: "Die Ukraine ist nicht Russland, wo schon vor den Wahlen klar war, dass Medwedjew Nachfolger Putins und ihre Partei Geeintes Russland die Parlamentswahlen gewinnen würde. Juschtschenko hat die Popularität aus der Zeit der Orangen Revolution nicht bewahren können. Einen großen Anteil daran hatte das russische Gas, von dem die Ukraine stark abhängig ist. Juschtschenkos früherer Herausforderer Janukowitsch kann nun endlich den lang ersehnten Präsidentensessel einnehmen, aber er bemüht sich auch, das Bild von früher zu korrigieren. ... Außerdem ist Janukowitsch in der westlichen Ukraine nach wie vor sehr unbeliebt, und es ist gut möglich, dass er gezwungen sein wird, Zugeständnisse zu machen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Ukraine, » Russland
Balten hadern mit Siegesfeier in Moskau
Die Präsidenten Estlands und Litauens haben international für Aufsehen gesorgt, als sie die Teilnahme an den Feiern zum 60. Jahrestag des Weltkriegsendes vor fünf Jahren in Moskau absagten. Nun ist in den baltischen Ländern erneut eine Debatte zu dem Thema entbrannt, doch nach Ansicht der Tageszeitung Latvijas Avīze unter anderen Vorzeichen: "Vor fünf Jahren gab es einen konkreten Grund für die Diskussionen: Präsident Putin hatte Einladungen verschickt, die man annehmen oder ablehnen konnte. In diesem Jahr ist niemand von uns gebeten worden, aber trotzdem wird über eine mögliche Teilnahme geredet. ... Am klügsten hat da bislang noch Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaitė reagiert: Sie hat erklärt, sie wolle zuerst Präsident Medwedjew bei den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens in Vilnius sehen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass der russische Präsident aus diesem Anlass nach Litauen fährt, und deshalb muss sich Dalia Grybauskaitė auch nicht auf den Roten Platz stellen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Geschichte, » Litauen, » Lettland, » Estland, » Russland
Minarett-Verbot ist Teil der Integrationsdebatte
Die Schweiz wurde lange als Musterdemokratie gefeiert, nun wird das Land wegen des Minarett-Verbots als undemokratisch gescholten. Die Tageszeitung Latvijas Avīze findet das nicht gerechtfertigt: "Es überrascht, dass die Schweiz jetzt gerade wegen ihres hohen Maßes an Demokratie so heftige Attacken aus dem Ausland über sich ergehen lassen muss. ... In Wirklichkeit ist das Nein der Schweizer nur Teil einer jahrelangen Diskussion darüber, wie weit sich Europa im Namen der Integration islamisieren muss. Wir Letten wissen aus eigener Erfahrung sehr genau, dass Integration nicht von selbst kommt: Sie benötigt eine Grundlage, und in Lettland sind dies die lettische Sprache, Kultur und Traditionen. Bei der Debatte um den Lissabon-Vertrag löste der Vorschlag eine Diskussion aus, das Christentum zu einem Grundwert der EU zu erklären. Die Idee konnte sich nicht durchsetzen. Aber das Referendum in der Schweiz ist nicht die erste Entscheidung, die die Verwendung muslimischer Symbole einschränkt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Religion, » Migration, » Integration, » Minderheiten, » Lettland, » Schweiz
Neuer Regierungschef in Lettland vor schwerer Aufgabe
Der frühere Finanzminister Valdis Dombrovskis ist der neue Ministerpräsident Lettlands. Die Tageszeitung Latvijas Avize schreibt über die schweren Aufgaben, die den neuen Regierungschef erwarten. "Zu den Gefühlen, die ihm beim Amtsantritt entgegengebracht werden, gehört vor allem Mitleid. Erstens wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den schmerzlichen Entscheidungen, die er gleich von Anfang an treffen muss. Und zweitens wegen der komplizierten Zusammensetzung der neuen Koalition. Allein mit Mitleid wird Dombrovskis das Land aber nicht führen können, und es reicht auch nicht, nur auf günstige Zufälle zu hoffen, dass vor den nächsten Parlamentswahlen 2010 alles besser und leichter wird."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Lettland
Gewalttätige Proteste wegen Finanzkrise in Riga
Aus Wut über die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf Lettland haben Demonstranten in Riga das Parlament mit Pflastersteinen attackiert und in der ganzen Innenstadt massive Sachschäden angerichtet. Die Tageszeitung Latvijas Avize ist schockiert: "Der 13. Januar wird in die lettische Geschichte eingehen, denn nicht einmal während des Ringens um Unabhängigkeit haben Letten Gewalt angewendet, um ihren Standpunkt darzustellen, und sie waren stets immun gegen Provokationen. Aber jetzt ist es passiert, und auch wenn es banal klingen mag: Damit ist eine Schwelle überschritten worden, die sich mit dem 11. September 2001 in den USA vergleichen lässt. Damals hatten die Behörden in Washington Warnungen nicht ernst genommen, und auch bei uns sind im Vorfeld Informationen über mögliche Provokationen ignoriert worden. Und auch unsere Regierung hat nun einen Vorwand, um die Daumenschrauben anzuziehen, und das bedeutet für Lettland eine Beschränkung der Demokratie und der Möglichkeiten für politische Aktivitäten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Lettland
