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Bayer, Zsolt
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Keine Vorschusslorbeeren für neue ungarische Regierung
Die rechtskonservative, regierungskritische Tageszeitung Magyar Hírlap geht mit der neuen ungarischen Regierung und den hinter ihr stehenden Parteien hart ins Gericht: "Jene 204 Abgeordneten (Sozialisten und Liberale), die Gordon Bajnai zum neuen Premier gewählt haben, sind nicht allesamt Hyänen. Es befinden sich auch viele feige Schakale unter ihnen. ... Echte Raubtiere und echte friedliche Pflanzenfresser sind nirgendwo zu sehen. Leichen, Kadaver und zukünftige Opfer dafür umso mehr. Da haben wir zum Beispiel gleich die politische Leiche des fliehenden [Ex-Premierministers] Ferenc Gyurcsány. Sie stinkt. Mit ihr stinken auch die Komplizen. ... Es schleppen sich aber auch die Sozialisten und Liberalen durch die Gegend, oder besser: durch die Wüste der Talent- und Ehrlosigkeit - ausgetrocknet und orientierungslos. ... Es ist ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Sie können nicht einmal mehr ein Glas Wasser von jemandem erwarten. Doch sie schleppen sich weiter und weiter. ... Sie irren durchs Niemandsland. Allenthalben schlägt ihnen Mitleidlosigkeit und Verachtung entgegen. Über ihren Köpfen kreisen Geier, an ihre Fersen heften sich Hyänen und Schakale."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Ungarn
Kalte russische Interessenpolitik
Die konservative Tageszeitung Magyar Hírlap vergleicht das Zudrehen des Gashahns von Seiten Russlands mit der mittelalterlichen Kriegstaktik des Einkreisens und Aushungerns des Feindes. "Das umzingelte Europa leidet heute unter einer Blockade. Und der Gegner wartet darauf, dass es erfriert. ... Es glaubt doch wohl niemand ernsthaft daran, dass der jetzige Stopp der Gaslieferungen einem einfachen Gaspreis-Streit zwischen Russland und der Ukraine geschuldet ist. ... Nein. Hinter den derzeitigen Ereignissen stehen vielerlei russische Interessen. Zum einen wird Kiew und Europa signalisiert, dass die Ukraine in EU und Nato nichts verloren hat. Zum anderen wird Europa signalisiert, dass der Komfort und Wohlstand des Westens zerbrechliche Errungenschaften sind."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Energie, » Ungarn, » Ukraine, » Russland
Podolski und das Nationalgefühl
Unter dem Titel "Herkunft verpflichtet" reflektiert die konservative Tageszeitung Magyar Hirlap über die zwei Tore des polnischstämmigen deutschen Nationalspielers Lukas Podolski gegen Polen bei der Europameisterschaft und seine Reaktion: "Seine Mitspieler liefen zu ihm und umarmten ihn, doch er blieb unbewegt, keine Freude, nur der starre Gesichtsausdruck. Und als er nach dem Tor zur eigenen Spielhälfte zurücktrabte, vergrub er sein Gesicht in seine Hände. ... Podolskis in den Händen vergrabenes Gesicht und seine Stummheit ist eine Antwort - ja, eine Antwort auf sämtliche 'globalistische', 'multikulturelle', 'internationalistische' und 'übernationale' Träume, Albträume und Dummheiten. ... Podolskis Reaktion ist die Zukunft. Jeder normale Mensch kann Podolskis Stummheit vom vergangenen Sonntag verstehen, fühlen, ja durchleben. Nur die westlichen Medien wollen uns weismachen, dass dies überholt und peinlich ist. Doch tief in unserem Innern hat sich Podolskis Stummheit bereits breit gemacht. Dies ist gut und beruhigend. ... Herkunft verpflichtet. (Mein Gott, wie gut es tut, dies niedergeschrieben zu haben!)"
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Gerechtfertigte Härte
Die konservative Tageszeitung Magyar Hírlap äußert Verständnis für die rigide Einwanderungspolitik Italiens: "Wovon ist die Rede? Davon, dass Italien von den rumänischen Zigeunern überschwemmt wurde. Sie haben weder Papiere noch Geld. Zudem lassen sie elementare Verhaltensregeln vermissen. Sie hausen in Barackensiedlungen am Rande der Städte. Sie verrichten ihre Notdurft auf der Straße und verursachen Unmengen an Schmutz und Müll. Sie betteln und belästigen die Italiener. Und sie begehen natürlich auch Verbrechen - deren Schwere von Tag zu Tag zunimmt. Die Geduld der Italiener ist zu Ende, nachdem ein rumänischer Zigeuner die Frau eines italienischen Offiziers ermordet hatte. ... Berlusconi und seine rechte Regierung haben nun entschieden, diesem unmöglichen und abscheulichen Zustand ein Ende zu setzen. So wird künftig nicht nur die illegale Einwanderung bestraft. Auch sollen die rumänischen Zigeuner abgeschoben werden. Es gibt keinen normalen Menschen, der damit nicht einverstanden wäre. Ja, nur ist unsere liberale Welt voll von Verrückten. So kommt es, dass liberale Rechtsschützer und Kommentatoren nun voller Entrüstung gegen die italienische Regierung Sturm laufen. Und Berlusconi ist natürlich der böse Bube und 'Populist'."
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