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Gereben, Agnes
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Scharfe Kritik an deutschem Artikel über Ungarn
In der rechtskonservativen Zeitung Magyar Hírlap empört sich die Historikerin Ágnes Gereben über einen von Christian Schmidt-Häuer geschriebenen Artikel in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit, der vom Vormarsch des ungarischen Rechtsradikalismus berichtet: "Christian Schmidt-Häuers geistige Kapazitäten reichten bloß für ein Buch: die verlogene Lobpreisung des letzten sowjetischen Parteisekretärs Michail Gorbatschow und des durch Reformen erneuerten Staatssozialismus. ... Jetzt hat er wieder etwas geschrieben: ... Seinen schmutzigen Artikel hat die linke Presse in Ungarn siegtrunken als Meinung des 'Westens' verbreitet. Schmidt-Häuer ist ein dahergelaufener Niemand. Es laufen übrigens einige solcher Gestalten westlich der Leitha [Fluss] herum: Erfolglose Menschen, die vom [ehemaligen sowjetischen Geheimdienst] KGB oder vom Staatsicherheitsdienst eines ehemaligen sozialistischen Landes irgendwann wegen eines Vergehens ... erwischt worden sind. Unter Erpressung werden sie seither von Zeit zu Zeit dazu benutzt, um nicht genehme Politiker, Parteien und Länder durch gezielte Desinformation zu diskreditieren."
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Gas-Streit war lange vorbereitet
In der Wirtschaftszeitung Világgazdaság schreibt die Historikerin und Russlandexpertin Ágnes Gereben, dass der derzeitige Gas-Streit sich von früheren Konflikten unterscheide. "Im Gegensatz zum russisch-ukrainischen Gasstreit vor drei Jahren hat Moskau den jetzigen Konflikt weder unerwartet noch mit drastischen Mitteln vom Zaun gebrochen, sondern von langer Hand vorbereitet. Es mutete schon seltsam an, dass der russische Präsident Dimitrij Medwjedew am 20. November Gazprom-Chef Aleksej Miller vor aller Öffentlichkeit auftrug, die 2,4 Milliarden Dollar hohen Schulden des ukrainischen Partners Naftogaz unverzüglich einzutreiben. ... Hinter der riesigen russischen Propagandakampagne, die Naftogaz und die politische Elite der Ukraine als nicht vertrauenswürdig, verantwortungslos und sogar als kriminell abstempelt, verbergen sich freilich nicht nur geopolitische Motive. Der in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion - auch in Russland - künstlich niedrig gehaltene Gaspreis kann schlicht und einfach nicht weiter aufrechterhalten werden."
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Agnes Gereben über Putins Strategie gegenüber Weißrussland
Die Historikerin Ágnes Gereben überlegt, welche Motive hinter Moskaus rigider Energie-Politik gegenüber Weißrussland stecken könnten: "Die Menschen in Weißrussland betrachten sich nicht als souveräne Nation. Sie lassen vieles mit sich machen. Sie haben sehr viel gelitten, von den Gräueln des Zweiten Weltkriegs bis zur Katastrophe von Tschernobyl. Opposition und Meinungsfreiheit hat Lukaschenko vor langer Zeit abgeschafft. Aber wenn der Tyrann, ein Hitler- und Stalinverehrer, seinen gehorsamen Untertanen nichts mehr zu essen geben kann, dann verliert er seine Macht." In dem Fall würde sich Weißrussland vielleicht wieder mit Russland vereinigen, spekuliert Gereben weiter: "Laut russischer Verfassung darf sich Putin 2008 nicht ein drittes Mal zur Präsidentschaftswahl stellen. Wenn jedoch aus der Vereinigung Russlands und Weißrusslands ein neuer Staat entstünde, dann könnte Putin Präsident des neuen Landes werden, auch wenn Russland die Fusion politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich schwer verkraften und wenn sein internationales Prestige erheblichen Schaden nehmen würde. Das ist ja Wahnsinn, mögen wir hier in Mitteleuropa denken, aber es ist ein wohlüberlegter Wahnsinn."
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