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Grobe, Karl


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Rundschau - Deutschland | 29.09.2009

Russisches Misstrauen gegenüber Iran

Das Vertrauen der russischen Führung in die iranische Regierung scheint ernsthaft erschüttert zu sein, nachdem bekannt wurde, dass es in Iran mehr als eine Uran-Anreicherungsanlage gibt. Dazu schreibt die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Russische Militärs machen sich neuerdings Sorgen wegen der Raketentests. Wenn der Iran Trägersysteme entwickelt, die dreimal weiter fliegen als die bisher ausprobierten Shahab-3-Projektile, liegt ganz Russland in ihrer Reichweite. Freilich sind das noch keine Träger nuklearer Sprengköpfe. Die hat Iran bisher nicht und müsste sie dann auch erst einmal entsprechend verkleinern. Doch Russlands Raketen-Generale wittern da was. Das verfehlt den Eindruck auf die Kreise nicht, die bisher Sanktionen abgelehnt haben. Die neue Moskauer Linie dürfte sein: Verhandeln, solange es geht. Aber ab jetzt auch mit Sanktionen drohen."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 26.08.2008

Schuld des Westens

Die Frankfurter Rundschau gibt auch dem Westen die Schuld für die Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens. "Abchasen und Südosseten haben sich längst von Georgien losgesagt und Regierungen gewählt. Aber die Grenzen Georgiens, aus dem beide Territorien nun herausoperiert werden, galten als verbindlich. Das abzusichern, hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bei seinem jüngsten Trip unterlassen: Eine Klausel über die Integrität des georgischen Staats brachte er nicht mit. Das war ein Freibrief für Moskau, letzten Endes für die Annektion fremden Landes. Ein unerhörter Vorgang eigentlich. Wäre da nicht der Präzedenzfall Kosovo - man müsste Russland als singulär imperialistisch brandmarken."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 05.12.2007

US-Geheimdienstbericht entlastet Iran

Karl Grobe überlegt, ob George Bush und Dick Cheney schon vor der Veröffentlichung über den Geheimdienstbericht informiert waren: "Wussten sie Bescheid, dann war Bushs Oktober-Gerede von der Gefahr eines dritten Weltkriegs mindestens leichtfertig. Dann war der mit dem Eilt-Stempel versehene Plan, in Polen und Tschechien eine Raketenabwehrstellung zu installieren, nicht rational begründbar, sondern ideologisch motiviert. Wobei der ideologische Cocktail - außer dem vorgeschobenen Grund - noch zwei Zutaten hatte: die Absicht, es den Russen mal richtig zu zeigen, und den Wunsch, Europa in böse Alte und gute Neue zu zerlegen. Vielleicht war der Hinweis auf Teheran gar das Mittel zu jenem Zweck. Gleich ob er auf Nichtwissen - am Ende Leichtsinn - beruhte oder wider besseres Wissen erfolgte, also verlogen war. Die Bush-Regierung hat den europäischen Verbündeten da etwas zu erklären - nur eben nicht wie Bush am Dienstag, dass sie immer recht hat."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 01.06.2006

Regierungskrise in Litauen

Karl Grobe bezeichnet den Rücktritt der litauischen Regierung als "überfällig". "Die im November 2004 gestiftete Koalition war eine Notlösung mit arg begrenzter Haltbarkeitsdauer. Die politische Gruppierung mit dem irreführenden Namen 'Arbeitspartei', ein Geschöpf des windigen Geschäftsmannes Viktoras Uspaskichas, war damals zum allgemeinen Erstaunen und weit verbreiteten Entsetzen als stärkste Partei ins Parlament gewählt worden,  Uspaskichas selber aber war wegen der ihn kennzeichnenden schillernden Farben nicht als Premier geeignet... [Der nun zurückgetretene Ministerpräsident Algirdas] Brazauskas, der als KP-Chef die Unabhängigkeit Litauens von der zerfallenden Sowjetunion betrieben hatte und ungemein populär war, ist die tragische Figur dieser Vorgänge; denn der aktuelle Scherbenhaufen von Vilnius ist nun wirklich nicht sein Werk... Die Kooperation mit  Uspaskichas hat sein Ansehen beschädigt."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 02.01.2006

Ein virtuelles Gulag-Museum

Karl Grobe stellt das virtuelle Gulag-Museum vor, in dem die Organisation Memorial Zeugnisse des sowjetischen Unterdrückungsapparates dokumentiert, mit dessen Aufarbeitung sich die russische Gesellschaft noch immer schwer tue: "Das virtuelle Gulag-Museum kann zunächst nur Erinnerung bewahren. Die Geschichte aufzuarbeiten ist eine Aufgabe, die von einer unabhängigen Organisation allein nicht zu bewältigen ist. 'Wir brauchen', erklärt Memorial, 'die Unterstützung der Gesellschaft und natürlich des Staates. Zu unserem Bedauern ist das gegenwärtig nicht der Fall'. So ist das Vorhaben, alle Opfer der Repression ausfindig zu machen, bisher unerfüllt geblieben; es fehlt der Zugang zu den Archiven. Das Innenministerium Russlands und die Erben der Täter-Organisation KGB sind wieder verschlossen."

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