Bereichsmenü: Dienste
Dienste / Autorenindex
Guetta, Bernard
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Russland erhöht den Druck auf Georgien
"Um zu verhindern, dass die Ukraine und Georgien in die Nato aufgenommen werden, droht Russland damit, ihren Zerfall zu fördern. Das wäre eine schlimme Krise in Europa, die aber vermeidbar ist", schreibt Bernard Guetta. "Es eilt, denn am 17. April hat sich bereits eine Schraube gelöst, als Russland bekannt gab, es wolle mit den 'Autoritäten' in Abchasien und Südossetien kooperieren - in den abtrünnigen Regionen Georgiens. Das war ein Wink an den Westen... Der Kreml fühlt sich noch stärker, weil ihm der Westen mit dem Kosovo einen Präzedenzfall liefert... Man muss die Streitpunkte auf beiden Seiten überwinden, diese Reminiszenzen an ein vergangenes Jahrhundert. Eine gute Art, das zu tun, wäre, sich auf eine Neutralität der Ukraine und Georgiens zu einigen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Russland, » Europa, » Georgien
Nato-Erweiterung um Georgien und die Ukraine?
Georgien und die Ukaine wollen in die Nato, doch Russland ist dagegen. Zwei Wochen vor dem nächsten Nato-Gipfel in Bukarest schlägt Bernard Guetta vor: "Statt lange zu überlegen, könnte man das Problem umgehen, indem man Russland die Neutralität seiner ehemaligen georgischen, ukrainischen und moldawischen Besitztümer anböte und im Gegenzug ein Stabilisierungs- und Kooperationsabkommen für den ganzen Kontinent bekäme... Die EU, die USA und Russland haben heute übereinstimmende wirtschaftliche und politische Interessen. Wenn es ihnen gelänge, diese Gemeinsamkeit in Vertrauen umzuwandeln, das die Grundlage des allseitigen Respekts für die vollkommene Neutralität Georgiens, der Ukraine und Moldawiens wäre, dann ginge es allen Beteiligten besser und der ganzen Welt auch. Man muss den Weg zur Finnlandisierung dieser Länder frei machen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Russland, » Europa, » USA
Europas neues Gewicht in Nahost
Bernard Guetta sieht in der Nahostkrise eine "Chance zur Rückkehr" der EU. "Man hatte die EU schon für tot erklärt, oder zumindest für unfähig, in nächster Zeit wieder aufzustehen. Es sah so aus, als sei die EU mit ihrer institutionellen Krise und ihren unzähligen Differenzen nur noch ein verlorener Traum. Doch nun steht sie plötzlich als Rückgrat der Interventionsgruppe im Südlibanon da und nimmt eine Rolle ein, die niemand außer ihr einnehmen konnte oder wollte... Was bedeutet das? Erstens: Eine einzige Supermacht ist nicht genug. Man braucht mindestens zwei, eigentlich mehr, aber mindestens zwei, um dieses Jahrhundert zu bewältigen. Und nur Europa ist nah genug an Amerika dran und dennoch anders. Die zweite Schlussfolgerung ist, dass die Union diese Gelegenheit, zu einem Weltakteur aufzusteigen, vergeben wird, wenn sie die jetzige Situation nicht nutzt, um ihre Militär-Kapazitäten auszubauen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Europa
