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Mrusek, Konrad
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ökonomie und Ökologie vereinbaren
Auch in finanziellen und wirtschaftlichen Krisen dürfe Klimaschutz nicht zweitrangig werden, schreibt die konservative Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Die Krise ist das Ergebnis eines allzu kurzfristigen Kalküls mit Finanzkapital. Es wäre falsch, mit Naturkapital ähnlich zu verfahren. Gerade da gilt es, nachhaltig vorzugehen, über Konjunkturzyklen hinauszublicken und nicht in jeder Krise einzuknicken. Überdies geht es jetzt nicht um die Klimakosten des Rezessionsjahres 2009, sondern um die der Jahre nach 2013. ... Die Atmosphäre ist ein Gemeinschaftsgut, eine Art globaler Allmende. Nötig ist die Kooperation aller Staaten. Sie gelingt aber nur, wenn die Reichen den Anfang machen und ihre Bereitschaft signalisieren, Abfallgebühren für CO2 zu entrichten. Europa und Amerika können jetzt zeigen, dass sich Ökonomie und Ökologie auch in Krisen vereinbaren lassen."
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Die EU als Klimavorreiter
Heute beginnt der Weltklimagipfel in Bali. Konrad Mrusek kritisiert, viele Länder wollten zwar etwas gegen den Klimawandel tun, es gebe aber die Tendenz zum "Trittbrettfahren". "Das mögen Moralisten beklagen, doch es hat eine ökonomische Logik. Verursacher und Leidtragende des Klimawandels sind nicht dieselben, zudem gibt es Gewinner und Verlierer. Das Klima ist ein öffentliches Gut; die Atmosphäre gleicht einer globalen Allmende, die von allen genutzt und - wie häufig bei Gemeingütern - auch über Gebühr genutzt wird... Einer muss vorangehen, sonst bewegt sich nichts. Das hat die EU getan. Unter deutscher Präsidentschaft wurde beschlossen, dass die EU ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent senkt. Machen andere mit, sollen es sogar 30 Prozent sein. Dieses Signal im Klima-Poker war wichtig."
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Der individuelle Klimaschutz
Die Bundesregierung erarbeitet derzeit ein Klimaprogramm, das sich an den europäischen Klimaschutzzielen bis 2020 orientiert. Um den Energieverbrauch zu senken, sollen auch alte Heizungen und Elektroanlagen ersetzt und alte Gebäude saniert werden. Konrad Mrusek kommentiert: "Private Haushalte und Gewerbebetriebe werden kräftig in Wärmedämmung oder Heizungsanlagen investieren müssen - sie werden den Löwenanteil des Klimaschutzes finanzieren. Die absoluten Zahlen sagen jedoch nicht viel, denn es sind Investitionen. Es kommt also darauf an, ob in diesem Klimaschutzprogramm die Rendite stimmt, die sich aus der Energieeinsparung und der Verminderung der Treibhausgase ergibt. Die Bürger sind offenbar gewillt, etwas für das Klima zu tun, doch sie werden darauf achten, dass man auch in der Ökologie ökonomisch vorgeht."
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