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Sobota, Jiří
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Gazprom ist in die Krise geschlittert
Die Einstellung der russischen Gaslieferungen an die Ukraine sei ein beunruhigendes Signal für ganz Europa, schreibt die liberale Wochenzeitung Respekt. "Der aktuelle Streit zeigt aber auch, wie sich in den vergangenen Monaten die wirtschaftliche Lage zu Ungunsten Russlands, seines Regierungschefs Wladimir Putin und der mächtigen Firma Gazprom verändert hat. ... Zu einer Zeit, in der die gesamte russische Wirtschaft von großen Problemen gebeutelt wird, ist auch Gazprom in eine tiefe Krise geschlittert. Vor Jahresfrist hatte Gazprom Ambitionen für eine umfangreiche Kooperation und kletterte auch tatsächlich auf den dritten Platz hinter den amerikanischen Gesellschaften Exxon Mobile und General Electric. Inzwischen ist aber der Wert seiner Aktien um 75 Prozent gefallen, die Firma hat Schulden in der Höhe von 50 Milliarden Dollar. Das ist eine beispiellose Situation. Kein westlicher Energielieferant benötigt in der derzeitigen Krise Regierungshilfen."
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Sechs Jahre Kampf gegen den Terror
Jiří Sobota bezeichnet die amerikanische Politik seit den Anschlägen vom 11. September 2001 als "sechs verlorene Jahre". "Die Vereinigten Staaten sind bin Laden auf den Leim gegangen. Anstatt alle Kräfte darauf zu verwenden, die Drahtzieher des Attentats als verachtenswerte Verbrecher zu schnappen oder zu töten, haben sie sich in alter Manier in einen groß angelegten Krieg mit einem Land gestürzt, das mit al Qaida nichts zu tun hatte... Im Irak sind hunderttausend Menschen ums Leben gekommen, zwei Millionen sind aus dem Land geflohen und weitere zwei Millionen wurden im eigenen Land aus ihrer Heimat vertrieben. Rechnet man noch das Über-Bord-Werfen der eigenen moralischen Grundsätze hinzu - das Umschreiben der Folter-Definition oder das Kreieren 'schwarzer Löcher', in denen Gesetze nicht gelten -, dann wird es ganz schlimm. Heute ist es einfacher als je zuvor, einen Teil der Muslime davon zu überzeugen, dass sich alle gegen sie verbündet haben und nicht fair mit ihnen umgehen."
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Kann sich Europa noch erweitern?
Die Ratlosigkeit der europäischen Politiker über die Zukunft der EU spiegelt sich auch im Kommentar von Jiri Sobota wider. "In Europa stehen sich die Anhänger einer Vertiefung der Integration und die einer unbegrenzten Erweiterung gegenüber. Letztere kann im Extremfall dazu führen, dass Europa unbeherrschbar wird und die Notwendigkeit entsteht, einen Teil der Vollmachten wieder auf die nationalen Ebenen zurückzugeben. Die meisten Entscheidungsprozesse verlangen Einstimmigkeit. Hier ist die Grenze des Erträglichen erreicht. Bei den vorangegangenen Erweiterungswellen ließen sich noch die Anhänger beider Richtungen in der EU zufrieden stellen. Der Eintritt neuer Länder war stets mit einem Schritt zur engeren Zusammenarbeit verbunden - etwa mit den Verträgen von Maastricht oder Schengen. Nach 2004 aber gelang das nicht mehr, weil die europäische Verfassung auf Eis liegt. Ihr Fehlen blockiert jegliche weitere Ausdehnung der Union."
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