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Aman, Johannes
Redakteur bei Dagens Nyheter
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mutlose Hitler-Ausstellung in Berlin
Zum ersten Mal beleuchtet eine Ausstellung in Deutschland Adolf Hitler als Person. Dabei hat das Deutsche Historische Museum in Berlin viel Fingerspitzengefühl gezeigt, meint die Tageszeitung Dagens Nyheter, doch ihr Ziel letztlich nicht erreicht: "Die Ausstellung darf nicht der Verehrung von Hitler in irgendeiner Form Nahrung geben. Das war einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die Arbeit an der Ausstellung. Deshalb ist Hitler nirgends in Großformat zu sehen. Es gibt viel Propagandamaterial, aber es bekommt keinen Freiraum, sondern wird konsequent anderen Bildern vom Handeln der Nazis gegenübergestellt: Festnahmen, Gewalt, Morden. Was ebenfalls auffällt, ist die Stille in den Räumen. Es gibt bewegte Bilder, aber einen schreienden, aufgeregt agitierenden Hitler hört man nirgends. Damit wird eine auffallend ruhige Atmosphäre erzeugt. Wer mit der Erwartung nach Berlin kommt, nun die erste Ausstellung über Hitler zu sehen, wird ihn auf merkwürdige Weise abwesend finden. Man könnte dies als Schwäche des Deutschen Historischen Museums sehen, nicht den Mut gehabt zu haben mit der Frage, wer Hitler war, in den Nahkampf zu gehen. Das Museum hat es nicht gewagt, Hitler ins Licht der Scheinwerfer zu stellen, sondern hat das Gefährliche in etwas Größeres und weniger Aufgeladenes eingebettet."
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Schweiz auf Irrwegen wegen Plakatverbot
Das teilweise Verbot eines Plakats der rechtspopulistischen SVP für die im November stattfindende Schweizer Volksabstimmung zum Verbot von Minaretten erinnert die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter an den Karikaturen-Streit in Dänemark: "Durch das [Plakat-]Verbot hat die Minarett-Frage auch Berührungspunkte mit dem Streit um die dänischen Mohammedkarikaturen bekommen. Plötzlich verschiebt sich das Augenmerk von Religionsfreiheit und Toleranz auf die Meinungsfreiheit. Das Plakat zu stoppen war deshalb nicht prinzipiell falsch. Es war richtig dumm. Die Ja-Kampagne [zum Minarettverbot] hat die Chance, sich in der Opferrolle zu geben, was Gruppen mit fremdenfeindlichen Botschaften gerne tun. Der vorgeschlagene Verfassungszusatz über ein Minarettverbot würde im Konflikt mit den Prinzipien der Verfassung zur Gleichbehandlung und Religionsfreiheit sowie mit der Europakonvention über Menschenrechte stehen. Ein Sieg der Ja-Seite würde der schweizerischen Demokratie deshalb schaden."
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