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Lindberg, Anders

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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Aftonbladet - Schweden | 06.12.2011

Affäre schadet Ansehen des schwedischen Königs

Neue Beweise bringen den schwedischen König Carl XVI. Gustaf in den Verdacht, falsche Aussagen gemacht zu haben im Zuge der Nachtclub-Affäre vor einem Jahr. Die linksliberale Boulevardzeitung Aftonbladet fordert den Monarchen auf, sich endlich seiner Rolle in der Gesellschaft bewusst zu werden: "Der König ist eine der einflussreichsten Personen in Schweden. Sowohl informell durch die Werte und Ideale, für die er steht, als auch durch seine Aufgaben als Staatsoberhaupt. Er hat den Skandal von Anfang an so behandelt als ginge ihn dieser nichts an. ... Aber das Leben des Königs ist nicht seine Privatsache. Vor allem wenn er sich in Situationen begibt, die Erpressung ermöglichen, oder wenn er in kriminellen Kreisen verkehrt. Deshalb ist es inakzeptabel, dass sich der König weigert darauf zu antworten, was er getan hat und was er nicht getan hat. Auch wenn der König seine Stellung auf eine altertümliche Blutmystik begründet, ist er dennoch in einer Branche, die Vertrauen erfordert."

Aftonbladet - Schweden | 24.10.2011

Islam und Demokratie in Tunesien vereinbar

Die Tunesier haben am Sonntag erstmals frei gewählt. Bei der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung war die Wahlbeteiligung enorm hoch. Doch im Westen ist die Freude über die Volkserhebungen im arabischen Raum mittlerweile der Angst vor irgendwelchen Islamisten gewichen, kritisiert die linksliberale Boulevardzeitung Aftonbladet: "Im Grunde handelt es sich um die gleiche Angst vor der Demokratie, welche die Obrigkeit immer hatte. Die Angst, was der Pöbel wohl ausheckt, wenn er an die Macht kommt. Das gleiche Argument zieht sich wie ein roter Faden von Platon bis in heutige Leitartikel. Aber die Ausbreitung der Demokratie über die ganze Welt zeigt, dass der Pöbel im allgemeinen recht klug ist. Selbstverständlich sind Demokratie und Islam vereinbar, ebenso wie das Christentum oder irgendeine der anderen Weltreligionen mit der Demokratie vereinbar sind. Wer das Gegenteil behauptet, sollte den Beweis antreten. Hingegen zeigt nicht zuletzt die Tötung Gaddafis, welche Herausforderungen noch warten. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Respektierung der Menschenrechte hängen zusammen. ... Die westliche Welt muss die Wahlen bejahen und die Entscheidung der Menschen respektieren. Wir müssen ganz einfach wagen, unseren eigenen Idealen vertrauen."

Aftonbladet - Schweden | 16.09.2011

Machtwechsel in Dänemark vielversprechend

Das von der Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt angeführte Mitte-Links-Bündnis hat am Donnerstag die dänischen Parlamentswahlen mit 50,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Abwahl der auch von der rechtspopulistische Dansk Folkeparti (DF) unterstützten liberal-konservativen Regierung muss nun ein Wertewechsel folgen, verlangt die sozialdemokratische Boulevardzeitung Aftonbladet: "Nach einer längeren Erfolgsstrecke sind die nordischen rechtspopulistischen Parteien vielleicht auf dem absteigenden Ast. Das wäre sehr erfreulich. Die neue dänische Regierung steht vor großen Herausforderungen. Sie muss für Wirtschaftswachstum sorgen und Arbeitsplätze schaffen. Das erfordert eine neue Finanzpolitik und längere Wochenarbeitszeiten. Das ist die erste und wichtigste Aufgabe der neuen Regierung. Aber sie muss sich auch darüber Gedanken machen, welche Werte Dänemark prägen sollen. ... Ein Wertewechsel weg von der verstaubten konservativen Rhetorik in fast allen politischen Bereichen ist dringend notwendig. Der Machtwechsel ist ein guter Anfang."

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