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Antoniou, Kostakis
Simerini, Cyprus
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Erdgas rettet Zypern nun doch nicht
Die US-Explorationsfirma Noble Energy hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die Erdgasvorkommen an Zyperns Küste kleiner sind als erwartet. Die Firma überlegt nun, ihre Probebohrungen in Ägypten fortzusetzen. Die nationalkonservative Tageszeitung Simerini nimmt die unerfüllten Erwartungen der Zyprioten aufs Korn: "Das Erdgas könnte die beste Droge gegen das Vergessen sein. Es könnte alle unsere Probleme beseitigen, uns zu den reichsten Europäern machen, Zypern wiedervereinigen und zum gelobten Land machen. …Von Zeit zu Zeit konstruieren wir uns einen Messias. Es war einmal das blonde Volk der Sowjets, das uns vor der türkischen Invasion retten sollte, danach sollte [Ex-US-Präsident] Jimmy Carter die Türken vertreiben. … Und dann haben wir alle unsere Hoffnungen auf Europa gesetzt. Schließlich sollte uns das Erdgas retten. … Wir werden nie erwachsen. Und wir werden nie begreifen, dass unser Schicksal von der Weisheit unserer Führung abhängt. … Und da wir nicht weise sind, kann uns auch das Gas nicht retten."
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Zypern schießt Eigentor
Die Republik Zypern hat am Montag die Vorschläge der Zyperntürken zur Wiedervereinigung der Insel mit der Begründung abgelehnt, dass diese die Gründung eines Bundesstaates nicht ermöglichen. Die konservative Tageszeitung Simerini ruft den zypriotischen Präsidenten Dimitris Christofias auf, den Verhandlungstisch zu verlassen und Druck auf die Türkei auszuüben: "Worauf wartet er? Die Gespräche sind zu Ende, ... sie sind schon zu dem Zeitpunkt gescheitert, als Alexander Downer [der UN-Sondergesandte für Zypern] die Vorschläge von [dem Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern] Mehmet Ali Talat an Christofias überreichte. Seit vorgestern [Montag] sind die Verhandlungen offiziell tot. ... Wenn Christofias ein Jahr vergehen lässt, ohne die Türkei anzuklagen, den Besatzungsführer Talat weiter lobt und alle seine Aussagen mit den Worten 'Talat und ich bemühen uns, eine Zypern-Lösung zu erreichen' anfängt - welcher Außenstehende wird dann glauben, dass Talat unnachgiebig und als Ankaras Verkäufer unterwegs ist? ... Wir haben das Spiel verloren wegen zu vieler Eigentore."
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Zypern gibt nach im Streit mit Türkei
Die Republik Zypern hat ihre Forderung nach Sanktionen der EU gegen die Türkei aufgegeben. Ein Grund für die Sanktionsforderung war die immer noch bestehende Weigerung der Türkei, ihre See- und Flughäfen für Zypern zu öffnen. Die Tageszeitung Simerini kritisiert das Nachgeben der zypriotischen Regierung: "Bei dem so oft erwähnten wichtigen Meilenstein in Dezember [Zypern forderte im Außenministerrat der EU Sanktionen] ist die Türkei gestärkt und die Republik Zypern angeschlagen hervorgegangen. Zypern hat sich mit ein paar platonischen Wünschen der Europäer zufrieden gegeben und verkündet, dass es das Recht behält, sechs Kapitel [der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei] auf Eis zu legen, wobei vier von ihnen ohnehin blockiert sind! ... Es ist offensichtlich, dass die Politik von [dem zypriotischen Präsidenten Dimitris] Christofias zur Folge hat, dass der EU-Beitrittsprozess der Türkei kein Druckmittel gegen die Türkei mehr darstellt, sondern ein Druckmittel gegen die Republik Zypern."
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Medien sind nicht an Zypernproblem Schuld
Die Tageszeitung Simerini beklagt, dass man den zyprischen Medien die Schuld am Fortbestehen des Zypernproblems gebe: "Alle [Politiker] greifen die Medien an, damit sie ihre [eigene] Verantwortung los werden. … Am Misserfolg oder an den Schwierigkeiten bei den Verhandlungen sind also nicht die Intoleranz der Türken Schuld, die türkische Besatzung, die falsche Handlungsweise der griechisch-zyprischen Seite oder die pro-türkische Haltung der Uno, sondern nur die Medien, die einer Lösung [angeblich] ablehnend gegenüberstehen. Wir akzeptieren die Schüsse der Einheimischen und der Fremden gegen uns als einen Ehrentitel. Die Massenmedien haben in dieser schwierigen Phase eine riesige Verantwortung, … dem Volk den richtigen Weg zu zeigen. Diese verantwortungsvolle Haltung rettete auch die Republik Zypern im Jahre 2004, als [mit dem Referendum über die Wiedervereinigung der Insel und seiner Ablehnung durch die griechisch-zyprische Seite] die Katastrophe vorbereitet wurde."
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