Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Bagdonas, Ąžuolas
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Homoparaden-Verbot verletzt litauische Verfassung
Ein Gericht in Vilnius hat in letzter Minute die für den 8. Mai geplante gesamtbaltische Homosexuellenparade "Baltic Pride" verboten und den Schritt mit Sicherheitsbedenken begründet. Das Nachrichtenportal Delfi ist empört: "Diese Haltung ist vollkommen inakzeptabel und steht sogar im Widerspruch zur Verfassung. Allein die Möglichkeit, es könne zu Hassausbrüchen kommen, darf nicht dazu führen, dass das Recht auf friedliche Versammlungen eingeschränkt wird, andernfalls könnte man jeder Demonstration unterstellen, sie provoziere zu Hass und Gewalt. Wenn der litauische Staat es schafft, die Sicherheit von US-Präsident George W. Bush während seines Besuchs zu gewährleisten, muss er auch seine Bürger schützen. Diese Aufgabe dürfte kaum komplizierter, dafür aber bestimmt ebenso wichtig sein. Und auch wer die Lebensform von Homosexuellen nicht akzeptiert, muss ihre Kundgebungen zulassen. Es geht nicht um die Propagierung von Homosexualität, sondern darum, dass ein Staat gegenüber unterschiedlichen Wertvorstellungen neutral bleibt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, litauisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Minderheiten, » Weltanschauung, » Litauen
Azuolas Bagdonas über die Definition von Genozid in Litauen
In Litauen wird die sowjetische Besatzungszeit wegen der Deportation und Ermordung zahlreicher Bürger häufig als "Genozid" bezeichnet. Azuolas Bagdonas fragt sich auf dem Nachrichtenportal Delfi, ob dies gerechtfertigt ist oder ob diese Bezeichnung dem Holocaust vorbehalten sein sollte: "Ob es uns gefällt oder nicht, aber alle Versuche, juristische Termini zu verabsolutieren und den jeweils richtigen Namen zu finden, sind zugleich auch immer politisch bedingt, auch wenn dies nicht immer absichtlich passiert. Gesetze zum Verbot bestimmter Bezeichnungen sind dabei nicht deshalb zu kritisieren, weil sie beispielsweise auf mystische Weise den Antisemitismus fördern, sondern weil sie mit anderen politischen Werten kollidieren, darunter auch mit dem der Meinungsfreiheit."
» zum ganzen Artikel (externer Link, litauisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Geschichte, » Litauen, » Russland