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Benz, Matthias
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Deutsche Leser müssen Zeitungen finanzieren
Im vergangenen Jahr haben deutsche Zeitungen erstmals mehr Geld aus dem Verkauf als aus dem Anzeigengeschäft eingenommen, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger am Dienstag mit. Die konservative Neue Zürcher Zeitung sieht auch die weitere Entwicklung skeptisch: "Wie die deutschen Zeitungsverleger darauf reagieren, gleicht stark den Strategien anderer Zeitungshäuser, vor allem in der Schweiz, wo der Zeitungsmarkt ähnlich strukturiert ist. Zum einen haben die Verlage vermehrt auf die Leser zurückgegriffen: Sie setzten höhere Zeitungspreise durch und konnten so mit dem Verkauf leicht mehr einnehmen, obwohl die Auflagen - wie schon seit Jahren - zurückgingen. ... Kopfzerbrechen bereitet vor allem, dass man mit Online-Werbung bei weitem nicht genug Geld einnehmen kann, um gut bestückte Redaktionen zu finanzieren. Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass es einen Offenbarungseid der Leser braucht: Was ist ihnen guter Journalismus wert, was sind sie dafür zu zahlen bereit? An dieser Frage hängt die Zukunft der Qualitätszeitungen, ob Print oder Online."
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Falsche Vorwürfe gegen Exportnation Deutschland
Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hat Deutschland in einem am Montag veröffentlichten Interview aufgerufen, mehr gegen dessen großen Handelsüberschuss zu tun. Diese Kritik ist unangemessen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung: "Die Diskussion um diese Ungleichgewichte erinnert stark an jene um die chinesisch-amerikanischen Beziehungen. China ist seit Jahren eine Exportnation und erzielt vor allem gegenüber den USA hohe Handelsüberschüsse. ... Die USA mögen bisweilen zu Recht monieren, dass sie von China in eine Art unfreiwillige Währungsunion gezwungen werden. Den kriselnden Euro-Staaten steht diese Kritik indessen nicht zu. Sie sind freiwillig und sehenden Auges in die Währungsunion gegangen. Jahrelang haben sie von deren Vorteilen wie den niedrigen Euro-Zinsen profitiert und über ihre Verhältnisse gelebt, ohne sich rechtzeitig um ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu kümmern. Dass sich andere Länder wie Deutschland in dieser Hinsicht besser geschlagen haben, wird man ihnen nicht vorwerfen können."
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GM beugt sich Europäern
Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat angekündigt, dreimal soviel Geld wie ursprünglich angekündigt in die Sanierung seines europäischen Tochterunternehmens Opel stecken zu wollen. Die Neue Zürcher Zeitung meint, dass dies auf den Druck europäischer Staaten zurückzuführen ist: "Die neueste Entwicklung hat einigen Charme, weil GM endlich etwas genauer hat offenlegen müssen, was ihr die Zukunft der Europa-Tochter (Opel/Vauxhall) eigentlich wert ist. Bis dahin hatten die Amerikaner einfach darauf gezählt, dass die europäischen Standortländer das Geld schon lockermachen würden. Der Unwillen darüber, der sich nach dem Debakel um den Opel-Verkauf an Magna breitmachte, hat nun zu einer gewissen Disziplinierung des GM-Managements geführt."
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