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Bezlov, Tihomir


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


24 Chasa - Bulgarien | 04.05.2011

Bulgariens Raucher retten Staatshaushalt

Die Mindeststeuer auf Tabak soll nach Plänen der EU-Kommission bis 2014 schrittweise auf 63 Prozent steigen. Wenn viele Bulgaren aus diesem Grund auf das Rauchen verzichten, wäre das gut für ihre Gesundheit, aber fatal für Bulgariens Staatshaushalt, meint die Tageszeitung 24 Chasa: "In den letzten zehn Jahren ist die Tabaksteuer zusammen mit der dazugehörigen Mehrwertsteuer zu einem schicksalhaften Anteil des Staatshaushalts gewachsen. Die Tendenz zeigt einen starken Anstieg von 5,7 auf 12 Prozent des Haushalts. Wachsende Einnahmen, die die Politiker über viele Jahre hinweg als eine gute Quelle ansahen, um Haushaltslöcher zu stopfen, und die auch noch leicht zu rechtfertigen waren: Die EU will es so. Was aber wird passieren, wenn diese Einnahmen plötzlich wegbrechen? Wenn also die bulgarischen Raucher sich entscheiden, weniger zu rauchen oder - Gott bewahre - ganz mit dem Rauchen aufhören?"

24 Chasa - Bulgarien | 13.07.2010

Bulgariens Politiker schützen Schmuggler

Der misslungene Versuch eines führenden bulgarischen Politikers, einen Fernsehbericht über korrupte Zollbeamte zu verhindern, hat einmal mehr die Dimensionen des organisierten Schmuggels an den bulgarischen EU-Außengrenzen gezeigt, meint der Kriminologe Tihomir Bezlov in der Tageszeitung 24 Chasa und fordert mehr Druck auf die politischen Drahtzieher: "Es existiert ein System von Beziehungen, das Risikoverteilung auf mehrere Ebenen ermöglicht und gegenseitige Unterstützung garantiert. ... Das Schema des politischen Schutzes funktioniert seit 20 Jahren unverändert: Die Gemeindepolitiker sorgen für die Einstellung von Polizisten, Zoll- und Finanzbeamten. Sobald diese ein Problem bekommen, wird es in der Parteizentrale gemeldet, mit der Begründung, dass die Strafverfolgung der Beamten ein Angriff auf das Ansehen der Politiker wäre. Darum reicht es nicht aus, die organisatorischen Strukturen unter Druck zu setzen. Auch dem politischen Schutz müssen Schranken gesetzt werden."

Standart - Bulgarien | 12.02.2010

Bulgarische Politiker fürchten Top-Agenten

Die Verhaftung des Top-Agenten Alexej Petrov hat in Bulgarien großes Aufsehen erregt. Dem ehemaligen Berater der Agentur für nationale Sicherheit (DANS) wird vorgeworfen, in Machenschaften mit Entführerbanden verwickelt zu sein. Für die Tageszeitung Standart ist dabei auffällig, wie vorsichtig Politiker Stellung zu dieser Verhaftung nehmen: "Es herrscht eindeutig Angst unter denjenigen, die DANS gegründet und instrumentalisiert haben. Über Alexej Petrov kann man sagen, dass er eine Entwicklung durchgemacht hat, die ihm mit den Jahren noch mehr Einfluss gebracht hat. Über Petrov und die Unterwelt hat man früher mit Angst gesprochen, weil viele Wege zu ihm führten. Im Moment stellt sich jedoch die Frage, warum die Politiker Angst haben, über ihn zu sprechen. Weil er sie sehr gut persönlich kennt oder wegen der Informationen, die er über sie hat?"

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