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Bjerager, Erik
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kirchenasyl darf Rechtslage nicht verändern
Irakische Flüchtlinge haben in einer Kopenhagener Kirche Asyl gesucht, um ihrer Ausweisung zu entgehen, nachdem sie jahrelang auf den Abschluss ihrer Asylanträge warteten. Sie dürften nicht in Dänemark bleiben, meint die christliche Tageszeitung Kristeligt Dagblad: "Trotz des ethischen Dilemmas in der Flüchtlingsangelegenheit ist es zulässig, die 282 irakischen Flüchtlinge auszuweisen, nicht zuletzt wegen der unüberschaubaren juristischen Konsequenzen, wenn sie bleiben dürften. Es ist unhaltbar für einen Rechtsstaat, den Widerstand gegen die dänische Gesetzgebung zu belohnen. Andere Flüchtlinge würden dann alles tun, um ihre eigenen Angelegenheiten in die Länge zu ziehen. Insgesamt betrachtet war das Zusammentreffen des offiziellen Dänemarks mit den iranischen Flüchtlingen nicht rühmlich."
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Gesetz und Wirklichkeit
Der Europäische Gerichtshof hat vor kurzem entschieden, dass sich Bürger aus Nicht-EU-Staaten, die mit EU-Bürgern verheiratet sind, ungehindert mit ihren Ehepartnern in der EU bewegen und niederlassen dürfen. Dieses Urteil wird in Dänemark als Schlag gegen die restriktive dänische Einwanderungspolitik gewertet, die Familienzusammenführungen verhindern will. Die Tageszeitung Kristeligt Dagblad kritisiert die Entscheidung: "So gut und richtig die Vorstellung von der freien Beweglichkeit der Arbeitskräfte in Europa ist, so unrealistisch ist der Gedanke in mehreren Punkten. Als er zum ersten Mal angedacht wurde, wusste man [noch] nichts von der Globalisierung und vom ... Prozess der Einwanderung. ... Entstanden ist ein grundsätzlicher Konflikt zwischen den guten Absichten der EU-Gesetzgebung und der sozialen Wirklichkeit der Nationalstaaten. Wenn die Regeln zur freien Beweglichkeit der Arbeitskräfte dazu genutzt werden, die Einwanderung nach Europa anzukurbeln, wird das europäische Sozialmodell zusammenbrechen. Insbesondere das skandinavische wohlfahrtsstaatliche Modell, das allen Bürgern das gleiche Recht auf Sozialleistungen garantiert, wird eine massive Einwanderung nicht verkraften können."
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