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Blumsztajn, Seweryn


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 20.10.2011

Protest wegen Smolensk bereichert Warschau

Die national-katholischen Demonstranten vor dem Warschauer Präsidentenpalast, die sich für eine rigorose Aufklärung der Flugzeugkatastrophe von Smolensk einsetzen, haben am Mittwoch entschieden, künftig nur noch am Wochenende dort zu stehen anstatt täglich. Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza findet es gut, dass sie ihre Aktion nicht aufgeben: "Sie werden dort weiter ihre Mini-Vorlesungen veranstalten und zur Diskussion auffordern. Vielleicht ziehen sie sich etwas zurück, weil der Winter naht oder weil sie nach rund sechs Monaten Protest einfach müde sind. Doch grundsätzlich ist es gut, dass sie bleiben. Denn das Zelt gehört schon jetzt zum Warschauer Stadtbild dazu. Besonders an den Wochenenden kommen die Menschen, nehmen ein Flugblatt, halten mit den Verteidigern [der Idee eines Gedenk-Kreuzes] einen Schwatz und machen Fotos. Diejenigen, die nicht aus Warschau kommen, haben dann zuhause etwas zu erzählen. Das ist eine Art lebendiges Denkmal für die Ereignisse im Jahr 2010. Und auch ihre Vorlesungen im Zelt sind gut."

Gazeta Wyborcza - Polen | 06.07.2011

Lukaschenko zeigt Schwächen

Der Belarus-Korrespondent der liberalen polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza, Andrzej Poczobut, ist am Dienstag von einem belarussischen Gericht zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Zeitung freut sich über dieses Urteil: "Wenn der Diktator zu zögern beginnt, ob es sich für ihn lohnt, die Leute einzulochen, dann ist das schon der halbe Sieg. Das zur Bewährung ausgesetzte Urteil gegen Andrzej Poczobut ist ein Sieg für ihn. ... Es ist auch ein Sieg für die belarussische Opposition, die sich nach den massiven Repressionen vor einem halben Jahr aufgerafft hat und erneut zu friedlichen Demonstrationen auf die Straße gegangen ist. Das ist ein Sieg der Freunde von Andrzej, die immer wieder vor dem Gerichtssaal erschienen sind, obwohl auch sie verhaftet worden waren. Und es ist ein Sieg der Staaten, der Menschenrechtsorganisationen, der Journalisten und all derjenigen, die guten Willens waren und gegen die Inhaftierung von Andrzej und die Repressionen gegen die belarussische Opposition protestiert hatten."

Gazeta Wyborcza - Polen | 08.04.2008

Proteste gegen olympischen Fackellauf

Seweryn Blumsztajn freut sich über den erzwungenen Abbruch des olympischen Fackellaufs in Paris. "Nun haben wir, die Bürger der Welt, das Feuer der chinesischen Weltmacht gelöscht. Im Alltag sind wir machtlos gegenüber der furchtbaren Weltpolitik. Und dann kommt plötzlich so ein Moment, in dem unser Aufruf im Internet oder ein im Fenster aufgehängtes Plakat Teil der Weltmacht der anständigen Leute wird, einer neuen globalen Macht. Ich war gerührt davon, dass das olympische Feuer in Paris gelöscht wurde. Ich erinnere mich an den 14. Dezember 1981... Wir demonstrierten [im Pariser Exil] gemeinsam mit den Gewerkschaftsführern gegen die Verhängung des Kriegsrechts in Polen. Hinter uns gingen hunderttausend Pariser, nirgendwo auf der Welt protestierten so viele Menschen. Wie stolz war ich damals auf diese Stadt. Und heute bin ich wieder stolz auf sie."

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