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Bod, Tamás


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Népszabadság - Ungarn | 20.10.2009

Wo beginnt Rassismus?

Laut der linksliberalen Tageszeitung Népszabadság gebe es in Ungarn ein Vielzahl von Menschen, die gegen die Minderheiten der Roma und Juden wettern, sich selbst aber nicht als Rassisten betrachten. "'Sie können nur stehlen, betrügen und lügen' ... 'im Grunde habe ich keine Probleme mit ihnen, aber es wäre doch am besten, wenn sie dorthin zurückkehrten, woher sie gekommen sind, nach Indien'. ... Im Großen und Ganzen klingen die rassistischen und radikalen Meinungsäußerungen gegenüber der Minderheit der Roma so. ... Die häufigsten antisemitischen Aussagen hören sich so an: 'Es gibt eine jüdische Weltverschwörung', 'an allem sind sie schuld', 'sie haben alle Weltkriege und Wirtschaftskrisen vom Zaun gebrochen, auch die jetzige Krise ist auf ihrem Mist gewachsen', ... bald werden sie ganz Ungarn an sich reißen'. ... Das Gros derjenigen, die solche Aussagen machen, betrachtet sich nicht als rassistisch. 'Nie und nimmer' ... sie seien bloß 'eingefleischte Ungarn'. Stellt sich nur die Frage, wo der Rassismus dann eigentlich beginnt."

Népszabadság - Ungarn | 27.03.2008

Die Zeitung des Bürgermeisters

Die Presse in einzelnen Orten und Regionen Ungarns befindet sich in kommunaler Hand. Wer diese Redaktionen leitet, wird also im Rathaus entschieden, die Chefredakteure sind sich bewusst, dass ihre Zukunft von der Stadtratsmehrheit abhängt. Von journalistischer Unabhängigkeit oder von der Kontrollfunktion der Öffentlichkeit kann in solchen Fällen keine Rede sein, meint der Journalist Tamás Bod: "Knapp 20 Jahre nach der Wende ist noch immer unklar, wem die kommunalen Zeitungen gehören: der gesamten Bevölkerung, der Stadtverordnetenversammlung, deren Mehrheit oder gar dem Bürgermeister? In den meisten Fällen ist zu beobachten, dass der Bürgermeister oder zumindest die Mehrheit im Rathaus darüber entscheiden, was wie in der - mit öffentlichen Mitteln finanzierten! - Zeitung stehen darf... Zweifellos kann der politische Druck unterschiedlich ausfallen, wie es auch Unterschiede zwischen regionalen Zeitungen gibt. Aber absurd ist diese Situation allemal."

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