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Boehringer, Simone
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Schulden treiben Gold-und Silberpreis hoch
Der Goldpreis war am Montag so hoch wie noch nie und Silber so teuer wie zuletzt 1980. Der Anstieg wird sich fortsetzen, solange die Staaten ihre Verschuldung nicht bewältigen und Anleger deshalb Angst vor der Inflation haben, prognostiziert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Auf das Investment in Edelmetalle ist nur Verlass, solange es nichts Besseres gibt oder die Menschen befürchten müssen, dass ihnen andere Anlagen zu hoch besteuert oder durch Inflation aufgezehrt werden. Genau diese Gemengelage herrscht aber derzeit vor: Wegen steigender Öl- und Rohstoffpreise erwarten Experten wie Bundesbank-Chef Axel Weber Preissteigerungsraten von bis zu drei Prozent. ... Die Edelmetall-Rally an den Börsen steht und fällt mit der Fähigkeit der westlichen Staaten, ihrer Schulden Herr zu werden. Bisher hangelt sich Europa von Rettungsfonds zu Rettungsfonds. ... Und der für das weltweite Wirtschaftswachstum gefährlichste Schuldner, die USA, versucht mit frisch gedrucktem Geld zum Nulltarif die Konjunktur am Leben zu erhalten. Eine dauerhafte Lösung des Schuldenproblems ist nicht in Sicht."
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Knappes Öl fördert Innovationen
Der Ölpreis hat durch die Unruhen in Libyen den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich auf rund 107 Dollar pro Fass (159 Liter). Statt Märkte zu regulieren, sollte die Politik sich über den Innovationsimpuls der Ölverknappung freuen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung. Denn die Märkte "stark zu regulieren oder Termingeschäfte selektiv gleich ganz einzustellen, wie es einige Politiker für Energie- und vor allem auch für Agrarrohstoffe immer wieder fordern, ist ... keine zielführende Lösung, solange die Wetten dem grundlegenden Trend entsprechen. Und der ist bei den meisten Rohstoffen intakt. Die Weltbevölkerung steigt, die Erde ist bereits stark ausgebeutet. Die Nachfrage nach vielen Rohstoffen steigt folglich und das Angebot kann nicht immer mithalten. ... Die Erfahrung zeigt: Ein Umdenken findet nur statt, wenn das Bestehende (zu) teuer wird. Und das ist die gute Nachricht hinter der schlechten. Sie ist genauso wenig neu wie die immer wiederkehrenden Überreaktionen an den Börsen. ... Ein weiter steigender Ölpreis kann die Innovationsbereitschaft weiter steigern."
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Hoher Goldpreis bedroht Euro
Der Goldpreis ist auf ein Rekordhoch angestiegen. Am Dienstag lag der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1251,05 US-Dollar. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung warnt vor der Goldanlage: "Je mehr Menschen dies tun, desto größer wird die Skepsis bei denen, die noch keine Barren oder Münzen haben. Experten schätzen den Anteil der Goldhalter in der Bevölkerung auf ein bis zwei Prozent. Zur Weltwirtschaftskrise 1929 sollen es sieben Prozent gewesen sein. Eine solche Entwicklung würde eine Kursexplosion auslösen. Die können sich Banken und Politik nicht leisten. Denn jeder Euro, der in das Metall angelegt wird, ist für die Finanzbranche und die Wirtschaft verloren, weil er nicht investiert wird. Zudem besteht die Gefahr eines beschleunigten Euro-Verfalls, wenn Gold noch schneller steigt und die bislang nur in kleinen Zirkeln und in China diskutierte Idee eines neuen Edelmetallstandards breitere Kreise zieht. ... Als Ultima Ratio gibt es ein Goldverbot für Privatanleger."
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Zentralbanken abschaffen!
"Wie wäre es, das Finanzsystem als solches in Frage zu stellen?" fragt die Tageszeitung Süddeutsche Zeitung und plädiert für die Abschaffung von Zentralbanken. "Anstatt nach Grenzen für die Prämien von Bankern zu rufen und nach einer strengeren Regel hier und einer härteren Regulierung da, ist es Zeit, über eine neue Finanzordnung nachzudenken. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass die Krisenbewältigung nach dem Platzen großer Marktblasen per Nothilfe von Zentralbank und Staat erfolgte. Nur die Größenordnung nahm im Laufe der Zeit zu. Bezahlen mussten am Ende die Bürger, in Form von Arbeitslosigkeit, höheren Steuern oder Inflation. ... Bis heute ist die herrschende Meinung: Krisen könne man nur bewältigen, indem man genügend Liquidität zur Verfügung stellt. Ein Freibrief für Zentralbanken, dies teils ungeachtet ihrer eigenen Richtlinien auch zu tun. ... In einem Finanzsystem ohne Zentralbank ist es nicht möglich, durch großzügige Verschuldungsorgien Konjunkturzyklen abzukürzen. ... Wenn der Markt ihr nicht mehr Staatsanleihen abkauft, muss die Regierung sparen. Kreditwürdig ist dann nur, wer solide wirtschaftet."
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