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Bontscheva, Juliana
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Abgeschaltetes Atomkraftwerk wieder ans Netz?
Gestern hat Bulgariens Staatspräsident Georgi Parwanow dafür plädiert, den bereits abgeschalteten Block Drei des Atomkraftwerks Kosloduj wieder in Betrieb zu nehmen. Die Tageszeitung Sega findet den Vorschlag vernünftig und schlägt ein Referendum über diese Frage vor: "In Litauen zum Beispiel hat man viel entschiedener gehandelt. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die baltische Republik die Parlamentwahlen mit einem Referendum über das AKW Ignalina verbunden. Im Sommer wählt Bulgarien gleichzeitig neue Vertreter für das nationale und für das europäische Parlament. Sollten wir nicht über die Variante 3 in 1 nachdenken? In Krisenzeiten greift jedes Land zu seinen Reserven. ... Die Wiederinbetriebnahme der Blöcke des AKW Kosloduj würde billigeren Strom bedeuten. Dann könnte Bulgarien seinen Stromexport erhöhen ... . Mit der billigen Energie wäre somit den sich schwer tuenden Betrieben in der Metallurgie, in der chemischen Industrie und im Maschinenbau geholfen."
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Korruption im höchten Amt
Bulgarische Medien haben in den vergangenen Tagen einen internen Bericht von OLAF, der Behörde für Betrugsbekämpfung der EU-Kommission, über die bulgarische Veruntreuung von Fördermitteln veröffentlicht. Er bestätigt das Gerücht, dass sich Präsident Georgi Parwanow seine Wahlkampagne von verdächtigen Geschäftsleuten finanzieren ließ: "Im Jahr 1999 hat Hillary Clinton einen Scheck der Witwe des bulgarischen Mafiabosses Ilija Pawlow im Wert von 1000 US-Dollar nicht angenommen. Im Gegensatz dazu hat Parwanow vor den Wahlen 2006 25.000 Euro von dem berüchtigten Geschäftsmann Ludmil Stojkow angenommen und keinen Euro zurückgegeben, weder als der SAPARD-Skandal [das Einfrieren von EU-Fördermitteln] öffentlich wurde, noch als die Staatsanwaltschaft Stojkow wegen Geldwäsche angeklagt hat. Auch jetzt, wo der Brief von OLAF vorliegt und darin schwarz auf weiß steht, dass Stojkow zu einem organisierten internationalen Kriminalitätsnetzwerk gehört, schweigt die Präsidentschaft."
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