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Borger, Sebastian
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Integrität Camerons in Gefahr
Nach dem Rücktritt des Londoner Polizeichefs Paul Stephenson und seines Stellvertreters John Yates steht die Glaubwürdigkeit von Premier David Cameron auf dem Spiel, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Bisher ließ sich die Affäre um Rupert Murdochs Einfluss auf die wichtigsten Akteure der britischen Politik noch mit einer gewissen Distanz verfolgen. Gewiss war es zu einer ungesunden Nähe gekommen zwischen dem US-australischen Medienmagnaten und den Ministern Ihrer Majestät; ... Nun geht es nicht mehr nur um Murdochs Profite und Zivilcourage von Politikern. Wenn die wichtigste Strafverfolgungsbehörde des Landes kopflos wird, steht die nationale Sicherheit auf dem Spiel. ... Sicher spricht Frust aus den Worten des Polizeipräsidenten, der sich durch die Annahme eines kostenlosen Kuraufenthaltes im Wert von 13.700 Euro angreifbar gemacht hat. Aber den Fragen nach seinem Urteilsvermögen kann Cameron nicht mehr ausweichen. Von seiner Freunderlwirtschaft mit den Murdoch-Leuten muss er sich ein für allemal verabschieden."
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Krawalle sind Folge des Friedensprozesses
Die Krawalle in Belfast sind in gewisser Weise eine Folge des gelungenen Friedensprozesses, analysiert die linksliberale Frankfurter Rundschau: "Mit Vizepremier Martin McGuinness gehört der Belfaster Allparteien-Regierung ein führender früherer IRA-Kommandeur an; auch Sinn-Féin-Parteichef Gerry Adams fand den Weg von der Gewalt der siebziger Jahre zur Politik im 21. Jahrhundert. Die Verbürgerlichung ihrer Anführer kommt gerade in den Arbeitervierteln, wo es weder Jobs noch Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt, nicht gut an. In der katholisch-republikanischen Bewegung gibt es kleine, aber wachsende Gruppierungen, die noch immer Gewalt für den richtigen Weg zum vereinigten Irland halten. ... Dazu kommen die üblichen Autoritätsprobleme vieler Eltern, die einen mäßigenden Einfluss auf ihre heranwachsenden Kinder entweder nicht ausüben können oder wollen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Irland
Ermutigung statt Scharia
Nach dem Erzbischof von Canterbury hat nun auch der Oberste Richter für England und Wales, Lord Phillips, vorgeschlagen, Grundsätze des islamischen Gesetzes der Scharia einzuführen und damit in Großbritannien erneut eine heftige Debatte ausgelöst. Der Standard plädiert für andere Lösungen: "Orthodoxe Juden bringen schon heute mancherlei Streitigkeiten vor religiöse Richter, ohne den Staat zu behelligen. Niemand hindert Muslime daran, genauso vorzugehen. Umgekehrt darf niemand britische Staatsbürger und vor allem -bürgerinnen daran hindern, Zuflucht beim staatlichen Zivilgericht zu suchen. Wer mit Praktikern spricht, findet schnell heraus, dass es an dieser Freiheit häufig mangelt." Jedoch sollte man die Muslimen in die britische Politik und Rechtsprechung stärker einbeziehen, denn "all das würde den zwei Millionen Muslimen auf der Insel mehr nutzen als Erwägungen zu Sonder-Rechtsformen, die ohnehin nur die Minderheit der Tiefgläubigen in Anspruch nehmen will."
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