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Borger, Sebastian


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Badische Zeitung - Deutschland | 10.01.2013

Iren können als Vermittler auftrumpfen

Ihre siebte EU-Ratspräsidentschaft haben die Iren unter das Motto "Stabilität, Wachstum, Arbeitsplätze" gestellt. Das klingt ein wenig wie Pfeifen im Walde, spottet die Badische Zeitung, geht aber davon aus, dass die Iren Europa mit ihren Vermittlungskünsten sehr wohl helfen können: "Eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung ... ist noch keineswegs in Sicht, und zu Jahresbeginn mehren sich die Anzeichen, dass [Premier] Kennys bisher opferbereiten Bürgern langsam die Geduld ausgeht. ... Erfolge in Europa kämen der Regierung also gelegen. Für die Gemeinschaft wollen die Iren ihren Beitrag leisten, damit die im November geplatzte mittelfristige Finanzplanung zustande kommt. Freilich gilt es dabei den Spagat zu überwinden zwischen der ausgabefreudigen EU-Kommission und den Nettozahlern, nicht zuletzt dem stets maulenden Nachbarn Großbritannien. Außerdem will Dublin den Zeitplan für die geplante Bankenunion innerhalb der Eurozone vorantreiben. In Brüssel haben die Iren einen guten Ruf als Vermittler."

Der Standard - Österreich | 22.11.2012

Anglikanische Kirche bleibt patriarchal

In der anglikanischen Kirche Großbritanniens dürfen Frauen weiterhin nicht Bischöfinnen werden. Bei einer Abstimmung am Dienstag hat die Große Synode knapp die nötige Zweidrittelmehrheit für eine entsprechende Änderung des Kirchengesetzes verfehlt. Die religiösen Hardliner drängen die Kirche ins gesellschaftliche Abseits, bedauert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Der weltweite Vormarsch religiös inspirierter Intoleranz macht auch vor der Insel nicht halt. Die Gleichberechtigung treibt einen Keil zwischen die Gläubigen. Obwohl die überwältigende Mehrheit endlich auch Frauen den Weg ins Bischofsamt ebnen wollte, brachte eine fanatische Minderheit den fein ziselierten Kompromiss zu Fall. Die Amtszeit des höchsten Anglikaners, Rowan Williams, endet mit einer Demütigung. Sein Nachfolger als Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, ist schwer beschädigt, ehe er sein Amt überhaupt antritt. Und die Anglikaner rutschen kompromisslos in die Irrelevanz."

Der Standard - Österreich | 19.07.2011

Integrität Camerons in Gefahr

Nach dem Rücktritt des Londoner Polizeichefs Paul Stephenson und seines Stellvertreters John Yates steht die Glaubwürdigkeit von Premier David Cameron auf dem Spiel, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Bisher ließ sich die Affäre um Rupert Murdochs Einfluss auf die wichtigsten Akteure der britischen Politik noch mit einer gewissen Distanz verfolgen. Gewiss war es zu einer ungesunden Nähe gekommen zwischen dem US-australischen Medienmagnaten und den Ministern Ihrer Majestät; ... Nun geht es nicht mehr nur um Murdochs Profite und Zivilcourage von Politikern. Wenn die wichtigste Strafverfolgungsbehörde des Landes kopflos wird, steht die nationale Sicherheit auf dem Spiel. ... Sicher spricht Frust aus den Worten des Polizeipräsidenten, der sich durch die Annahme eines kostenlosen Kuraufenthaltes im Wert von 13.700 Euro angreifbar gemacht hat. Aber den Fragen nach seinem Urteilsvermögen kann Cameron nicht mehr ausweichen. Von seiner Freunderlwirtschaft mit den Murdoch-Leuten muss er sich ein für allemal verabschieden."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 15.07.2010

Krawalle sind Folge des Friedensprozesses

Die Krawalle in Belfast sind in gewisser Weise eine Folge des gelungenen Friedensprozesses, analysiert die linksliberale Frankfurter Rundschau: "Mit Vizepremier Martin McGuinness gehört der Belfaster Allparteien-Regierung ein führender früherer IRA-Kommandeur an; auch Sinn-Féin-Parteichef Gerry Adams fand den Weg von der Gewalt der siebziger Jahre zur Politik im 21. Jahrhundert. Die Verbürgerlichung ihrer Anführer kommt gerade in den Arbeitervierteln, wo es weder Jobs noch Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt, nicht gut an. In der katholisch-republikanischen Bewegung gibt es kleine, aber wachsende Gruppierungen, die noch immer Gewalt für den richtigen Weg zum vereinigten Irland halten. ... Dazu kommen die üblichen Autoritätsprobleme vieler Eltern, die einen mäßigenden Einfluss auf ihre heranwachsenden Kinder entweder nicht ausüben können oder wollen."

Der Standard - Österreich | 05.07.2008

Ermutigung statt Scharia

Nach dem Erzbischof von Canterbury hat nun auch der Oberste Richter für England und Wales, Lord Phillips, vorgeschlagen, Grundsätze des islamischen Gesetzes der Scharia einzuführen und damit in Großbritannien erneut eine heftige Debatte ausgelöst. Der Standard plädiert für andere Lösungen: "Orthodoxe Juden bringen schon heute mancherlei Streitigkeiten vor religiöse Richter, ohne den Staat zu behelligen. Niemand hindert Muslime daran, genauso vorzugehen. Umgekehrt darf niemand britische Staatsbürger und vor allem -bürgerinnen daran hindern, Zuflucht beim staatlichen Zivilgericht zu suchen. Wer mit Praktikern spricht, findet schnell heraus, dass es an dieser Freiheit häufig mangelt." Jedoch sollte man die Muslimen in die britische Politik und Rechtsprechung stärker einbeziehen, denn "all das würde den zwei Millionen Muslimen auf der Insel mehr nutzen als Erwägungen zu Sonder-Rechtsformen, die ohnehin nur die Minderheit der Tiefgläubigen in Anspruch nehmen will."

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