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Boström, Håkan
Redakteur bei Dagens Nyheter, Stockholm
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Demokratie in Afghanistan und Pakistan stärken
Warum es notwendig ist, die demokratischen Kräfte in der Region weiterhin zu stärken, erläutert die Tageszeitung Dagens Nyheter: "Für gewöhnliche Afghanen und Pakistaner muss sich die Terrorlogik abscheulich ausnehmen - völlig abgesehen von der Haltung zur Anwesenheit ausländischer [Truppen] in Afghanistan. Die Taliban sind prinzipiell Gegner der Demokratie. Dass sie aber nicht zu den Wahlen angetreten sind, liegt an ihrem Wissen darum, dass sie nicht die Unterstützung der Mehrheit haben - sonst hätten sie versucht, innerhalb der Demokratie für deren Abschaffung zu wirken. Die Weltgemeinschaft sollte daher weiterhin Anstrengungen zur Stärkung der Demokratie in der Region unternehmen und gleichzeitig die Regierungen Afghanistans und Pakistans in ihren Bemühen unterstützen, Recht und Ordnung zu bewahren. Bis Afghanistans Regierung ihr eigenes Territorium kontrollieren kann, bleibt auch militärische Unterstützung vonnöten. Die Alternative wäre, das Feld einer Ansammlung brutaler Mörder zu überlassen."
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Unglückliche Individualisten in Schweden
Laut der weltweiten Werteumfrage World Value Survey ist kein Land der Welt so stark säkularisiert wie Schweden. Nirgendwo sonst wird Selbstverwirklichung so hoch geschätzt und spielen Werte wie Familie, Nation und Glauben eine so geringe Rolle. Die individualistische Lebensweise mache unglücklich, meint die Tageszeitung Dagens Nyeter: "Parallel zur Entwicklung des materiellen Wohlstands haben sich die Bürger nach innen gewandt. Die alte Strebsamkeit - beispielsweise eine Ingenieursausbildung zu machen, hart zu arbeiten, zu sparen, sich um die Nächsten zu kümmern und sich politisch zu engagieren - wird mit allzu viel Aufopferung verbunden. Stattdessen ist das eigene Ich in den Mittelpunkt gerückt, und der Blick der Gesellschaft hat sich von der Produktion auf den Konsum verlagert. Das hat uns nicht glücklicher gemacht. Oder ist es ein Zufall, dass es so vielen psychisch schlecht geht in dem Land, wo 'Selbstverwirklichung' am allermeisten geschätzt wird? ... Tatsache ist, dass auch ein wahrer Individualist etwas braucht, wofür er kämpfen kann - etwas außerhalb von ihm selbst."
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EU muss Forderungen an Albanien stellen
Nach Informationen der albanischen Bürgerrechtsbewegung Mjaft, die vor kurzem der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft in Stockholm übermittelt worden sind, ist Korruption in Albanien weit verbreitet. Der Staat funktioniere teilweise nach mafiösen Prinzipien. Die Tageszeitung Dagens Nyheter ist besorgt über den südosteuropäischen Staat, der Ende April seine Aufnahme in die EU beantragte: "Hoffentlich hört die schwedische Regierung darauf, was [Mjaft-Mitglied Erion] Veliaj zu sagen hat. Die Union muss sich deutlich ausdrücken, wenn es um Forderungen an ein Land geht, das der Gemeinschaft angehören will. Die Befreiung vom Kommunismus darf nicht vermasselt werden. Nationale Interessen im Bereich Handel und Investitionen dürfen die EU-Mitgliedsländer nicht davon abhalten, Forderungen in Sachen Demokratie und Menschenrechte zu stellen. ... Eine mögliche EU-Mitgliedschaft ist ein außerordentliches Druckmittel - man muss es nur anwenden."
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Håkan Boström über die Faszination des Bösen
Håkan Boström wehrt sich in der Tageszeitung Dagens Nyheter gegen pauschale Medienkritik im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Prozess gegen den österreichischen Inzesttäter Josef Fritzl: "Aber wer auf die Medien schimpft, macht es sich zu einfach. Mord, Gewalt und schreckliche Übergriffe verkaufen sich offensichtlich aus irgendeinem Grunde gut. Liegt unser Unwillen, 'das Böse' zu verstehen, vielleicht in unserer Faszination für dieses Böse begründet? Ist es so, dass wir es brauchen - ebenso wie wir offenbar weiterhin Helden und Prinzessinnen brauchen - in einer Welt, die ansonsten dürftig und ohne Sinn erschiene? Erleben wir derzeit möglicherweise die Rückkehr der Romantik oder gar eine Art später Rache des Mittelalters am Aufklärungsprojekt? Dies wäre eine deprimierende These. Die Krimi-Welle, die mediale Mordhysterie und nicht zuletzt das Theater um den 'Prozess des Jahrhunderts' und um das Böse in Josef Fritzls Keller zeigen aber, dass diese Schlussfolgerung gefährlich nahe liegt."
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Klare Regeln gegen Diskriminierung bitte
In Schweden ist es für Ausländer und Menschen mit nicht schwedisch klingenden Namen schwierig, einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung zu bekommen. Die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter fordert klare Regeln zur Gleichbehandlung: "Mehrere Studien haben belegt, dass ausländisch klingende Namen die Chancen verringern, zu einem Vorstellungsgespräch oder einer Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden. Der Ombudsmann gegen ethnische Diskriminierung hat gestern einen Bericht vorgelegt, der dies erneut für den Wohnungsmarkt bestätigt. Der Ombudsmann weist richtig darauf hin, dass es vielen Vermietern an klaren Regeln - wie etwa einem Wartelistensystem - mangelt. Das ermöglicht eine beliebige Diskriminierung. Gleichbehandlung erfordert klare Regeln. Diese aufzustellen ist nicht immer leicht, sollte aber leichter bei einer Vermietung zu formulieren sein als bei einer Anstellung."
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