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Braunberger, Gerald
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Banken können nicht Probleme der Politik lösen
Auf den günstigeren Zugang zu Dollar-Krediten reagierten die Märkte zwar erst einmal mit Kursanstiegen, doch es ist gefährlich, wenn die Notenbanken die Aufgaben der Politik übernehmen, warnt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Zum einen dürfen sie über die Bereitstellung von immer mehr Geld nicht die Kontrolle über die Geldmenge und damit über das Inflationspotential verlieren. Das nun veröffentlichte Programm ist zwar bis Februar 2013 befristet, aber solche Programme können auch verlängert werden. Zum Zweiten kann die Geldpolitik nicht die Aufgabe übernehmen, die Staatsschuldenkrise im Euroraum zu lösen. Dies ist und bleibt in erster Linie die Aufgabe der Regierungen in den betroffenen Ländern. Geldpolitik ist mächtig, aber nicht allmächtig."
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IWF-Reform schafft neue Konflikte
Die Finanzminister der G20 haben sich auf einen Umbau des Internationalen Währungsfonds (IWF) geeinigt. Kernpunkt ist die Verschiebung der Stimmgewichte im Exekutivrat von europäischen Staaten hin zu aufstrebenden Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Doch das neue Machtverhältnis birgt neue Schwierigkeiten, analysiert die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die Industrienationen haben in den vergangenen Jahrzehnten die Liberalisierung der Geld- und Gütermärkte vorangetrieben und damit eine wichtige Voraussetzung für das Wachstum der Weltwirtschaft geschaffen. Viele Schwellenländer befürworten dagegen einen stärkeren Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. Erste Konfliktlinien, zum Beispiel in der Währungspolitik, sind unübersehbar. Europa kann in dieser neuen Welt nur dann eine gewichtige Stimme bleiben, wenn es gemeinsame Positionen findet. Das ist nicht selbstverständlich. Großbritannien wird bei Konflikten wohl an der Seite Amerikas zu finden sein, Frankreich zumindest hin und wieder auf der Seite von Schwellenländern. Hieraus erwächst eine Verantwortung für Deutschland."
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Unkonventionell, aber nötig
Um die Banken zur Kreditvergabe anzuregen will die Europäische Zentralbank erstmals Pfandbriefe im Wert von rund 60 Milliarden Euro ankaufen. Die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung findet die Maßnahme unkonventionell: "Die Entscheidung der EZB folgt der Überzeugung, dass die Wirtschaft sich nur dann erholen kann, wenn die Finanzwirtschaft gesundet. .... Der kanadische Ökonom Harry Johnson hat einmal gesagt, die schwierigste Aufgabe der Ökonomen bestehe darin, den Menschen die sachliche Notwendigkeit einer Politik zu vermitteln, die von den Menschen aus moralischen Gründen als anstößig empfunden werde. So ist es auch jetzt. Regierungen und Notenbanken und damit letztlich die Steuerzahler übernehmen von der Finanzbranche, deren Hybris wesentlich zu dieser Krise beigetragen hat, erhebliche Risiken. Man mag dies aus guten Gründen für moralisch fragwürdig halten. Leider ist es notwendig."
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Sinkender Ölpreis
Der Ölpreis ist innerhalb weniger Wochen von seinem historischen Höchststand um rund 20 Prozent gesunken. "Das freut die Anleger an den Aktienmärkten und die geplagten Autofahrer an der Tankstelle", kommentiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Zeiten billiger Rohstoffe seien jedoch endgültig vorüber: "Die Preise sinken, weil wegen der Erwartung eines deutlichen Rückgangs des Wirtschaftswachstums in der Welt die Nachfrage nach Rohstoffen weniger schnell wachsen dürfte als bisher erwartet. Sollten die Konjunkturprognosen noch ungünstiger werden, ist ein weiterer Fall der Rohstoffpreise nicht auszuschließen. Dennoch sollte niemand hoffen, die Zeiten wirklich billiger Rohstoffe kämen noch einmal wieder. Der Eintritt bevölkerungsreicher Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien und Russland in die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung ist unumkehrbar. Sie werden ... auf absehbare Zeit zu den größten Verbrauchern von Rohstoffen zählen. Der Rückgang des Ölpreises in den vergangenen Wochen ändert nichts daran, dass die Menschen lernen müssen, energieeffizienter zu produzieren und zu leben."
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Die Vertrauenskrise der Finanzmärkte
Gerald Braunberger zeigt wenig Verständnis für die Forderung, die Notenbanken und Regierungen müssten den Banken zu Hilfe kommen. Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hatte erklärt, in einer solchen Krise funktionierten die Selbstheilungskräfte des Marktes nicht mehr: "Es hat nichts mit Sozialneid zu tun, daran zu erinnern, dass erfolgreiche Bankmanager zweistellige Millionenbeträge im Jahr verdienen, erfolgreiche Manager von Hedge-Fonds und Private-Equity-Häusern sogar noch viel mehr. In solchen Zeiten gerieren sich Bankmanager als Advokaten freier Märkte. Droht das Kartenhaus der Spekulation zusammenzubrechen, sollen Notenbanken und Steuerzahler sie heraushauen. Dem Staat bleibt im Interesse des Gemeinwesens nichts anderes übrig, als das zu tun. Für das Ansehen der Finanzbranche sind solche Rettungsaktionen jedoch fürchterlich. Dass nun nach Regulierung gerufen wird, hat sie sich selbst zuzuschreiben."
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