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Calabresi, Mario


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Stampa - Italien | 15.12.2010

Selbstbezogene Poltik schürt Gewalt

Der Gewaltausbruch auf den Straßen nach Silvio Berlusconis Erfolg im Abgeordnetenhaus ist die Folge einer selbstbezogenen Politik, die den Kontakt zur Bevölkerung verloren hat, schreibt die liberale Tageszeitung La Stampa: "Die Politik, verbarrikadiert im Regierungspalast, rechnet mit sich selbst ab. Draußen brennt die Stadt, die Tore des Palasts werden verriegelt. Um Welten zu trennen, die Lichtjahre voneinander entfernt scheinen. ... Gewaltszenen, die an die 1970er Jahre erinnern. Doch sollte man lieber nach London ... und nach Athen schauen, überall dorthin, wo Jugendliche Gewalt anwenden, weil sie die Parteien als Bezugspunkt verloren haben, weil sie davon überzeugt sind, das Recht zu haben, ihrer Wut über ein Leben ohne Zukunft und ohne Zuversicht freie Bahn lassen zu dürfen. ... Die Jugendlichen, die mit Helmen, Benzin und Schlagstöcken Krieg spielen, repräsentieren zwar nicht die Bevölkerung. Doch die Politik täte gut daran, hinter die brennenden Kulissen zu schauen, um eine schweigende und resignierte Mehrheit zu entdecken, die nicht einmal mehr die Kraft hat sich Illusionen zu machen."

La Repubblica - Italien | 01.04.2009

Obama sucht Erfolge anderswo

Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica schreibt, dass für die US-Regierung die Londoner Etappe der Europareise von Präsident Barack Obama nur insofern eine wichtige Rolle spielt, als sie Gelegenheit zu neuen Kontakten mit Russland und China gibt. "In Washington hat man realisiert, dass es keinen neuen europäischen Plan zur Ankurblung der Wirtschaft geben wird, dass Deutschland und Frankreich an ihren Positionen festhalten werden und dass, sollte Barack Obama darauf beharren, den alten Kontinent um eine Änderung seiner wirtschaftspolitischen Linie zu bitten, er mit einer Niederlage nach Hause käme. ... Deshalb werden Erfolge anderswo gesucht. Obama setzt vor allem auf die Begegnung mit dem russischen Präsidenten Dimitrij Medwedjew, um eine neue Tauwetter-Ära in die Wege zu leiten. ... Auch im Gespräch mit China will der amerikanische Präsident den Dialog über die rein wirtschaftliche Sphäre hinaus erweitern und über Themen wie Klimaschutz und Nordkorea sprechen."

La Repubblica - Italien | 22.08.2008

Revolution auf dem Kunstmarkt

Die Tageszeitung La Repubblica kommentiert die starken Veränderungen auf dem internationalen Kunstmarkt, durch die US-amerikanische Sammler und Galeristen ins Hintertreffen geraten. Dies habe auch Auswirkungen auf die europäische Kunst: "Um die Beunruhigung der Amerikaner über den schwachen Dollar und gegenüber den neuen Reichen aus Russland, China und Saudi-Arabien zu verstehen, genügt ein Gang in eines der symbolträchtigsten Gebäude: das Rockefeller Center, Sitz des Auktionshauses Christie's . ... Der Auktionsmarkt floriert, aber nicht mehr in New York, sondern in Dubai und in Hongkong. Die Käufer sind dieselben, die sich britische Fußballclubs, Wolkenkratzer in Manhattan und Villen an der italienischen Costa Smeralda kaufen. ... Der König ist der russische Magnat Roman Abramovich. ... Die Revolution des Kunstmarktes, die Amerika beunruhigt, kann [aber auch] eine Chance für die europäische Kunst sein."

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