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Caprile, Renato


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 17.01.2012

Sparkurs zu hart für arme Rumänen

Die Proteste gegen Rumäniens Sparkurs sind verständlich, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica, denn die Maßnahmen sind angesichts der sozialen Probleme viel zu hart: "Es sind die heftigsten Proteste seit dem Aufstand der Bergarbeiter in den 1990er Jahren. ... Diesmal ist es die sogenannte Zivilgesellschaft, die zu tausenden auf die Straße geht, weil sie genug hat. Die Geduld der Rumänen ist am Ende. Denn man kann nicht ein hartes Sparprogramm umsetzen und Ordnung in die Bilanzen bringen, ohne sich an der Realität zu orientieren. Und die sieht so aus: zweistellige Arbeitslosenquote, Durchschnittslöhne von nicht einmal 350 Euro, eingefrorene Renten von 160 Euro nach 37 Jahren Arbeit. … Premier Emil Boc stellt nun Dialogbereitschaft mit den Sozialpartnern in Aussicht. Zu spät. Das Sparprogramm hat das Fass zum Überlaufen gebracht."

La Repubblica - Italien | 28.07.2011

Serben kämpfen um Kosovo

Die serbische Minderheit im Norden Kosovos ist das zentrale Problem, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica, denn das Gebiet verteidigen die Serben grimmig: "Die Provokation der Serben belastet das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Priština und Belgrad noch stärker. Das wird ein echtes Problem für den UN-Sicherheitsrat, der heute auf Gesuch von Belgrad über den Grenzkonflikt berät. ... Laut [kosovarischem Premier] Thaçi beruht die Entscheidung der Regierung, den Norden kontrollieren zu wollen, auf der Verfassung. Es ist nicht das erste Mal seit der Unabhängigkeitserklärung 2008, dass die kosovarische Regierung versucht, den Norden wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Es handelt sich jedoch um den ersten ernsthaften Versuch, Hand an die Teile Kosovos zu legen, von denen die Serben erklärt haben, sie auch unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen."

La Repubblica - Italien | 19.01.2011

Premier hat sich verschätzt

Die Rechung von Premier Mohamed Ghannouchi, Kabinettsmitglieder aus der Partei des geflohenen Diktators Zine el-Abidine Ben Ali in die Übergangsregierung zu übernehmen, geht nicht auf, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Der Tyrann ist geflohen, gibt jedoch scheinbar weiter den Ton an. Seine Partei ist zu stark in der neuen Regierung vertreten, als dass man von einer echten Wende sprechen könnte. Ghannouchi hat sich verschätzt. Ein wenig Make-up und ein paar Versprechen der Öffnung reichen nicht aus. Das Volk hat mehr erwartet und verkündet das lautstark auch der legalen Opposition, die allzu rasch zur Einigung bereit war. … Als ob der Verlust von fünf Steinen seines brüchigen politischen Mosaiks gleich zu Beginn nicht ausreicht, beschließt Ghannouchi auch noch, Harakiri zu begehen. In einem Interview mit dem Sender France 24 … erzählt er, Ben Ali über die Situation und Stimmung im Land benachrichtigt zu haben."

La Repubblica - Italien | 15.09.2010

Neue Beweise für Völkermord in Srebenica

Das UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag hat Tagebücher des seit Jahren gesuchten Generals der bosnischen Serben Ratko Mladić ausgewertet. Die Aufzeichnungen liefern Beweise für den Genozid an 8.000 Bosniaken im Jahr 1995 in Srebrenica, für den Mladić verantwortlich gemacht wird, sowie für den Plan der ethnischen Säuberung, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "18 Hefte voller Notizen, Betrachtungen und Zitate zur Notwendigkeit, ein für alle Mal reinen Tisch mit den Muslimen in seinem Land zu machen. ... Nach 15 langen Jahren ist Mladić immer noch auf der Flucht. ... Aber die eigenhändig geschriebenen Seiten ... sind der Beweis, den die Anklage suchte. Sie überführen nicht nur den militärischen Arm, Mladić, sondern auch die politischen Köpfe hinter den Schreckenstaten: Radovan Karadžić, den bosnischen Serbenführer, und Slobodan Milošević, den präsidialen Herrscher Serbiens. Sie legen offen und jenseits aller Zweifel den Tatbestand dar, dass die ethnische Säuberung am grünen Tisch geplant wurde. Als Conditio sine qua non für die Durchführung des irrsinnigen Projekts Großserbien."

La Repubblica - Italien | 01.08.2008

Unübersichtliche Situation

Die innenpolitische Situation in Israel bleibt laut der Tageszeitung La Repubblica nach dem Rücktritt Ehud Olmerts mehr als unübersichtlich: "Der ehemalige Ministerpräsident und Oppositionsführer Bejamin Netanjahu will sich Olmerts Rücktrittserklärung zu Nutze machen und drängt auf Neuwahlen. ... Netanjahu schmiedet das Eisen, so lange es heiß ist, ginge man morgen an die Urnen, würde er Ministerpräsident." Währenddessen sucht Olmerts Kadima-Partei einen Nachfolger: "Nur zwei der Kandidaten scheinen wahrscheinlich, die Außenministerin Tzipi Liwni, die als Taube gilt und der Falke Schaul Mofaz, einstiger Verteidigungsminister, der eine nicht eben brillante Figur als Berater Olmerts im Krieg gegen die Hisbollah im Libanon 2006 abgegeben hat ... Wer auch immer die Nachfolge antritt, hat noch keine Sicherheit über die Bildung einer mehrheitlichen Regierung und im Falle des Scheiterns einer Koalition bleiben Neuwahlen die einzige Alternative."

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