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Cittanova, Marie-Laure
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europawahlen: In Italien erregen Kommunalwahlen mehr Interesse
Die Tageszeitung Les Echos meint, dass die Europawahlen in Italien kaum auf Interesse stoßen, da in einigen Regionen zur gleichen Zeit Kommunalwahlen stattfinden: "Italien, das traditionell europhil ist, zeigt keinerlei Interesse für die anstehenden Wahlen. Sie fallen zusammen mit Kommunalwahlen, die in dem sehr dezentralisierten Land wichtig sind. Zwischen der Wirtschaftskrise, der Scheidung und den gerichtlichen Problemen des Regierungschefs, haben es Europawahlen schwer, sich zurechtzufinden. ... Die Rechten nutzen den nicht abreißenden Migrantenstrom aus, um sich Einfluss zu sichern und um ihren Diskurs auf die Sicherheit - Kontrollgänge von Bürgern werden bald erlaubt - und den Kampf gegen Einwanderung auszurichten. Darüber hinaus erregt nur die Krise Aufmerksamkeit. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts war in Italien stärker als in Frankreich und die Arbeitslosigkeit steigt unweigerlich."
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Krise in Italien
Die Wirtschaftszeitung Les Echos analysiert die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in Italien. "Eine Krise kommt zur nächsten. ... Zum Fall der Wirtschaft - Italien befindet sich seit November offiziell in einer Rezession - kommen vermehrt politische Skandale. ... Anfang Januar herrscht genau wie im Rest Europas Beunruhigung auf der Halbinsel. ... Natürlich werden sich die Italiener auf Ersparnisse, Familiensolidarität, und auf die Arbeitsflexibilität verlassen. Aber die Armut, die bereits beträchtlich ist, wird [noch] mehr Familien betreffen. Da [Ministerpräsident] Silvio Berlusconi die Schieber für die Staatsausgaben nicht öffnen kann, ermahnt er seine Mitbürger, zu konsumieren. Schöne Forderung, die aber nicht sehr weit reichen wird."
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Berlusconi nutzt Alitalia als Wahlkampfthema
Der rechtsgerichtete italienische Politiker Silvio Berlusconi hat den Versuch von Air France-KLM, Alitalia zu übernehmen, kritisiert. Marie-Laure Cittanova meint, Berlusconi habe so die Bruchstellen in der zurückgetretenen Regierung offen gelegt. "Walter Veltroni, der Kandidat der Linken, war dadurch zu einem schwierigen Manöver gezwungen. Der Bürgermeister von Rom hatte sich erst hinter die alte Regierung gestellt. Dann versuchte er, seine Beziehungen zu der Mannschaft, die so enttäuscht hat, herunterzuspielen. Nach dem Angriff Berlusconis musste er sich aufs Neue solidarisch zeigen... Was erhofft sich der 'Cavaliere' von diesem Manöver? Vermutlich denkt er, es sei gut, möglichst jede Mitte-Links-Initiative zu verhindern, vor allem weil er dabei gleichzeitig seiner Wählerschaft im Norden schmeicheln kann. Doch riskiert er nebenbei seine Glaubwürdigkeit, sofern es ihm nicht gelingt, eine Alternative zu dem französisch-niederländischen Unternehmen aus dem Hut zu ziehen."
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