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Clej, Petru
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Euro-Beitritt zu gefährlich für Rumänien
Rumänien will dem Euro 2015 beitreten, doch angesichts der Euro-Krise rät die Onlinezeitung Acum dringend davon ab: "Jetzt, wo der Euro-Austritt von Ländern wie Griechenland keine Utopie mehr ist, will Rumänien einer Währung beitreten, die zugeschnitten ist auf Deutschland, die Niederlande, Finnland und Österreich. Es ist eine Illusion zu glauben, der Euro sei eine Art Schutzmantel, wie es die EU im Allgemeinen ist oder die Nato. Wenn sich die Krise verschärft und sich zeigt, dass die Abwendung der Zahlungsunfähigkeit eines Landes zu teuer ist, werden die Steuerzahler der Euro-Hauptländer - besonders die von Deutschland und Frankreich - Stopp sagen, wir wollen nicht mehr zahlen. Es ist keineswegs eine absurde Idee zu glauben, dass die europäische Gemeinschaftswährung scheitern wird. ... Deshalb wäre es vorsichtiger, wenn die öffentliche Meinung den Euro-Beitritt skeptischer betrachten würde. Doch spielt das Thema kaum eine Rolle, so dass es scheint, die Rumänen laufen fröhlich pfeifend in den Untergang."
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Sorgen der Bürger ernst nehmen
Die Kritik des britischen Premiers David Cameron am Multikulturalismus ist eine Reaktion auf die Ängste mancher Wähler, meint Petru Clej in seinem Blog auf dem Portal Contributors.ro: "Großbritannien verfolgt ... eine extrem liberale Politik gegenüber den ethno-religiösen Minderheiten. Es gibt Schulen für Muslime, die mit Staatsgeldern finanziert werden, und islamische Kopftücher sind in öffentlichen Institutionen ganz normal. Drei Monate, nachdem die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, eine ähnliche Position eingenommen hat, indem sie sagte, dass Immigranten die deutsche Sprache lernen müssten und den Multikulti-Ansatz für gescheitert erklärte, folgt nun Cameron. Das zeigt, dass die Politiker des westlichen Europas beginnen, auf Signale von Wählern zu reagieren, die in vielen Ländern von der extremen Rechten angezogen werden. Cameron und Merkel, zwei Politiker des Mitte-Rechts-Spektrums, geben den Sorgen eine Stimme, die immer mehr europäische Bürger miteinander teilen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Integration, » Minderheiten, » Gesellschaft, » Deutschland, » Großbritannien, » Rumänien
Großbritannien verliert Trumpfkarte BBC
Der britische Auslandsrundfunk, der BBC World Service, hat angekündigt fünf seiner Fremdsprachenprogramme einzustellen und 650 Arbeitsplätze in den kommenden drei Jahren abzubauen. Petru Clej, langjähriger Mitarbeiter des 2008 eingestellten rumänischen BBC-Dienstes, kritisiert den Schritt in seinem Blog auf dem Portal Contributors.ro: "Der BBC World Service ist im Vergleich zu den ersten fünf Jahren des neuen Jahrtausends, von der Zeit vor dem Ende des Kalten Krieges im Jahr 1989 ganz zu schweigen, als Institution kaum mehr zu erkennen. Dieser Dienst war eine herausragende Waffe der öffentlichen Diplomatie des Vereinigten Königreichs, ohne dass die Regierung in London irgendeine Kontrolle über ihn ausgeübt hätte. Er war eine der Trumpfkarten, die es Großbritannien ermöglichte, auf der Weltbühne in einer oberen Gewichtsklasse zu boxen, obwohl das tatsächliche Gewicht in den vergangenen 70 Jahren bereits zurückgegangen ist. Jetzt ist man dabei, diese Trumpfkarte zu verlieren."
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Auf Wiedersehen, BBC!
Seit 1939 unterhält die britische BBC ein rumänisches Länderprogramm, nun soll es zum 1. August einstellt werden. Der ehemalige BBC-Mitarbeiter Petru Clej schaut auf in einem Artikel für das rumänische Blog ACUM mit Wehmut zurück: "Mit dem Einstellen der rumänischen BBC-Sendungen verschwindet ein Symbol. Für die Älteren ist es eine Erinnerung an die Kriegszeiten, als Radio London der Desinformation von Hitler und Antonescu ein wenig Wahrheit entgegensetze. In der Zeit des 'Kalten Krieges', die wesentlich länger dauerte, zerbrach die BBC aufs Neue die Informationsblockade eines totalitären Regimes, diesmal des kommunistischen. … Nach der Wende erreichte der rumänische Landesdienst sogar die größte Popularität, so hörten 1999 rund 16 Prozent der rumänischen Erwachsenen die Sendungen. … Die BBC war in Rumänien ein Modell, wie öffentliche Meinung gebildet werden kann: Ein nüchterner, unparteiischer Journalismus, der keinesfalls auf schrille Töne oder wie die rumänischen Medien auf lebendige aber inhaltslose Pamphlete setzte. … Auf Wiedersehen BBC, Du wirst uns fehlen!"
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