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Coelho, Helena Cristina


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Diário Económico - Portugal | 16.03.2012

Irland bleibt Vorbild für Portugal

Zwischen den beiden Krisenländern Portugal und Irland gibt es mehr Gemeinsamkeiten als die Vorliebe für gutes Bier, eine Neigung für Gastfreundschaft oder die Leidenschaft für gute Musik. Trotzdem sollte sich Portugal eher auf die Unterschiede konzentrieren, meint die Wirtschaftszeitung Diário Económico: "Beide haben alarmierende Arbeitslosenzahlen (knapp 15 Prozent). Beide sahen Ende des Jahres ihre Arbeitskosten um 1,7 Prozent abgewertet (während sie in der Euro-Zone um 2,8 Prozent stiegen). Beide mussten um internationale Hilfe betteln, und keiner kann momentan garantieren, dass sie sich kein weiteres Geld leihen müssen. … Beide sind heute durch ihre Schwäche verbunden, durch Sparmaßnahmen, durch Brüssels guten Willen - und natürlich durch den gleichen Widerwillen, mit den Griechen - diesen Undisziplinierten - verglichen zu werden. … Doch die Portugiesen sollten sich auf die Unterschiede zur irischen Entwicklung konzentrieren. ... Denn die irische Wirtschaft spart weiterhin und zeigt trotzdem erste Anzeichen von Wachstum."

Diário Económico - Portugal | 08.03.2012

EU-Frauenquote bringt nichts

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat am Montag in Brüssel eine Gesetzesinitiative zur Einführung einer Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen angekündigt. Doch Gleichberechtigung lässt sich nicht gesetzlich verordnen, meint die Wirtschaftszeitung Diário Económico am heutigen Weltfrauentag: "Frauen sind noch immer eine große Minderheit in der Wirtschaft, den Regierungen und Parlamenten. Ein Blick auf die gerade in Brüssel veröffentlichten Zahlen reicht: Nur auf jedem siebten Vorstandsposten in Unternehmen in EU-Ländern sitzt eine Frau. Und in Portugal sind nur sechs Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt, weniger als die Hälfte des EU-Durchschnitts. Viviane Reding war wenig angetan von diesen Zahlen und präsentierte sogleich die Lösung: Eine Quotenregelung. … Doch das löst nicht das Problem, denn es ist kein politisches, sondern ein soziales, ja ein strukturelles Problem. Die Gesellschaft muss ihren Zeitplan und ihre Entscheidungskriterien ändern. Denn Chancengleichheit wird nicht per Dekret geschaffen."

Diário Económico - Portugal | 10.01.2012

Helena Cristina Coelho über Merkels Potenzial in der Euro-Krise

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, beraten am heutigen Dienstag in Berlin über die Zukunft Griechenlands. Helena Cristina Coelho, stellvertretende Chefredakteurin der Wirtschaftszeitung Diário Económico, hofft in ihrem Blatt, dass Merkel trotz offensichtlicher Schwierigkeiten Wege aus der Krise aufzeigt: "Es geht um die Zukunft Griechenlands, aber keiner der Entscheidungsträger spricht offenbar Griechisch oder ist in Athen. Alle sitzen in Berlin, Paris, Brüssel oder Washington und haben anscheinend alle große Schwierigkeiten, das verwickelte Wollknäuel zu entwirren, in das sich die griechische Wirtschaft verwandelt hat. Als ob Athen nicht seine eigenen finanziellen Schwierigkeiten reichen würden, stieg Angela Merkel [bei ihrem Treffen mit Sarkozy am Montag] wieder aufs Podest und zeigte mit dem Finger auf die Griechen: Entweder es wird rasch Fortschritte bei der Umstrukturierung der griechischen Schulden geben oder die nächste Tranche des Hilfspakets wird nicht ausbezahlt. … Es bleibt zu hoffen, dass Merkel ihre Rolle als strafende Anführerin aufgibt und, anstatt mit dem Zeigefinger zu drohen, einen Weg aus der Krise aufzeigt. Denn diese Entscheidungsträger haben sich zu einer strategischen Achse entwickelt, die nicht eine Achse des Bösen sein muss."

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